DIW Konjunkturbarometer: Moderater Aufwärtstrend der deutschen Wirtschaft hält an

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) bescheinigt der Konjunkturentwicklung in Deutschland einen „moderaten Aufwärtstrend“, der sich auch im September fortgesetzt hätte. Das Konjunkturbarometer des DIW lag im dritten Quartal dieses Jahres mit 105,1 Punkten deutlich über den Schwellenwert von 100 Zählern. Jedoch bestehe die Gefahr, dass außereuropäische Krisen die gute Entwicklung dämpften, teilt das Institut in einer Pressemitteilung mit.

Den Forschern zufolge stagniere aber die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe. Von den konsumnahen Dienstleistungen hingegen kämen „deutliche Impulse“. Der Dienstleistungssektor bleibe demnach ein Wachstumstreiber. Außerdem profitierten die Verbraucher vom „anhaltenden Beschäftigungsaufbau“, was die positive Entwicklung in Deutschland zusätzlich anschiebe. Auf Basis der günstigen Entwicklung am Arbeitsmarkt und im Dienstleistungssektor rechnet das DIW daher mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im dritten Quartal um 0,5 Prozentpunkte. Im Gegensatz hierzu verzeichnete die Industrie jedoch schwache Auftragseingänge und Produktionszahlen. Auch die Außenhandelspreise seien weniger günstig, heißt es weiter.

Problematisch für die gute Konjunktur könnten zudem die Entwicklungen im Euroraum, speziell in der Ukraine-Krise, und die „Auswirkungen einer sich möglicherweise merklich abkühlenden Dynamik in den Schwellenländern, allen voran in China“ werden. Dies ist auch der Grund, warum sich derzeit die Unternehmen bei Investitionen zurückhielten. „Falls sich die Exporte weiter robust entwickeln, dürften die Unternehmen, bei mehr und mehr ausgelasteten Kapazitäten in der Industrie, ihre Investitionen aber in den kommenden Quartalen etwas stärker ausweiten, zumal die kräftige Binnenkonjunktur wohl ebenfalls Impulse liefern wird“, so das DIW. Allerdings bleibe die „Investitionsdynamik aber wohl vergleichsweise schwach“, schreiben die Forscher abschließend.

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