DIW: Deutsche Wirtschaft wächst so stark wie seit 2011 nicht mehr

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) weist darauf hin, dass die deutsche Wirtschaft aktuell so stark wächst wie seit 2011 nicht mehr. Die Berliner Forscher erwarten einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 2,2 Prozent zum Vorjahr, wie sie am Mittwoch in ihrer neuen Prognose mitteilten. „Anzeichen einer Überhitzung“ sehen die Experten aber nicht, da wichtige Absatzmärkte wie der Euro-Raum und China sich nur schwach entwickelten, heißt es in einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters. Schwung komme vor allem von den Ausgaben der Verbraucher. DIW-Präsident Marcel Fratzscher erwartet ein kräftiges Wachstum – "dank des starken Arbeitsmarktes", aber auch der niedrigen Energiepreise und des schwächeren Euros. Die Investitionen dürften angesichts der trüberen Absatzchancen und der weiterhin großen Risiken für die weltweite Konjunktur nur vergleichsweise moderat zulegen.

Für 2015 rechnen die Experten mit rund 300.000 neuen und für 2016 mit weiteren 200.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen. Die befürchteten negativen Beschäftigungsauswirkungen des seit Januar geltenden gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro seien bislang ausgeblieben, erklärte das DIW. Allerdings hätten einzelne Branchen wie chemische Reinigungen oder das Taxigewerbe ihre Preise erhöht.

Für das nächste Jahr rechnen die Ökonomen mit einem Anziehen der Konjunktur um 1,9 Prozent. Dennoch seien die Risiken für die Erholung weiter hoch. Denn mangelnde Reformen oder eine Verschärfung der Ukraine-Krise könnten zu Verwerfungen an den Finanzmärkten führen. Zudem könnte eine "plötzliche" oder stärker als erwartete Anhebung der US-Leitzinsen für Kapitalabflüsse aus den Schwellenländern sorgen. Zudem bestehe unverändert die Gefahr, dass der Euro-Raum in eine konjunkturschädigende Deflation rutscht. Solch ein Preisverfall auf breiter Front führt oft dazu, dass sich Verbraucher mit Konsum und Firmen mit Investitionen zurückhalten.

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Doris Droste
Doris Droste
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