DIW: Arbeitslosigkeit beeinträchtigt auch die Psyche des Partners

Wer von Arbeitslosigkeit betroffen ist,  dem schlägt diese Tatsache oft auf das Gemüt. Wie Forscher des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin nun herausgefunden haben, leidet oft auch der Lebenspartner mit: „Arbeitslosigkeit beeinträchtigt die psychische Gesundheit des Partners fast genau so stark wie die des Arbeitslosen“, heißt es in einer DIW-Pressemitteilung, die eine jüngst durchgeführte Untersuchung des Instituts thematisiert. Die Auswirkungen auf die Psyche würden dabei häufig nicht davon abhängen, ob der männliche oder der weibliche Partner den Job verliert – sowohl die Männer als auch die Frauen würden an der unbefriedigenden Berufssituation des jeweiligen Lebenspartners Anteil nehmen und dementsprechend mitleiden.

Die DIW-Wissenschaftler haben sich bei ihrer Untersuchung auf Daten des Soziooekonomischen Panels (SOEP) bezogen. Für die Studie seien Paare ausgewählt worden, die konkret „aufgrund von Betriebsschließungen“ betroffen waren. Die Untersuchung förderte aber auch noch andere, in diesem Zusammenhang relevante Resultate zutage: „Die Ergebnisse zeigen, dass die Kosten von Arbeitslosigkeit für das Gesundheitssystem unterschätzt werden, wenn die Auswirkungen auf die Partner unberücksichtigt bleiben“, heißt es in der Mitteilung.

Für von Arbeitslosigkeit Betroffene bietet gerade Zeitarbeit die Chance, wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen und nach der Arbeitslosigkeit eine Lebensperspektive zu finden. Denn Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zeigen: 65 Prozent der neu eingestellten Zeitarbeitnehmer waren vorher ohne Arbeit, acht Prozent davon länger als ein Jahr und zehn Prozent ohne jegliche Berufserfahrung. Darüber hinaus eröffnet die Zeitarbeit auch nicht oder gering Qualifizierten Möglichkeiten, denn mindestens 29 Prozent der Zeitarbeitnehmer haben keinen Berufsabschluss vorzuweisen – mehr als doppelt so viel wie auf dem Gesamtarbeitsmarkt (13 Prozent).

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