Diskriminierung auf dem Ausbildungsmarkt?

Jugendliche mit Migrationshintergrund haben bei gleicher Qualifizierung schlechtere Chancen auf einen Ausbildungsplatz als Mitbewerber mit deutschen Namen. Dies berichtet heute u. a. die Süddeutsche Zeitung (SZ) mit Verweis auf eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR), die anhand von Testbewerbungen an 1.794 Unternehmen die Resonanz auf zwei gleich qualifizierte Bewerber untersuchte.

So würden deutsche Schülerinnen und Schüler durchschnittlich fünf Bewerbungen versenden, um zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden, wohingegen Mitbewerber mit ausländisch klingenden Namen im Schnitt sieben Bewerbungen verschicken müssten. Ursächlich für dieses Phänomen der Personalentscheidungen könnten „stereotype Zuschreibungen und die Bevorzugung einer bestimmten, beispielsweise der eigenen Gruppe“ sein, vermuten die Forscher und sprechen sich neben einem weitgehend anonymisierten Bewerbungsprozedere dafür aus, „das Bewusstsein für interkulturelle Kompetenz zu schärfen“.

Für die Personaldienstleistungsbranche treffen diese Tendenzen nicht in gleicher Form zu - zum Stichtag 30. Juni 2013 betrug der Ausländeranteil bei den Zeitarbeitnehmern 18,6 % im Vergleich zu 8,5 % aller abhängig Beschäftigten.

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