DIHK: Noch mehr als 172.000 Ausbildungsplätze unbesetzt

Das neue Ausbildungsjahr startet mit 172.224 freien Ausbildungsplätzen, so die jüngsten Ergebnisse der Ausbildungsumfrage 2016 des Deutschen  Industrie- und Handelskammertages (DIHK), an der sich insgesamt 11.269 Unternehmen per Online-Umfrage beteiligten. Bundesweit suchen Unternehmen derzeit händeringend nach qualifiziertem Nachwuchs.

„Jugendliche Lehrstellenbewerber haben in diesem Jahr allerbeste Chancen, einen Ausbildungsplatz zu finden", teilte Eric Schweitzer, Präsident des DIHK, der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit und mahnte vor dem Hintergrund des ungebrochenen Trends zum Studium gleichzeitig eine intensivere Berufsorientierung an den Gymnasien in Richtung einer dualen Berufsausbildung an. „Ende Juli waren bei den Agenturen für Arbeit 24.000 mehr Ausbildungsangebote als suchende Jugendliche gemeldet", warnt Schweitzer und verweist  auf die zunehmend große Herausforderung der Unternehmen bei der Suche nach geeignetem Fachkräftenachwuchs.

Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt spitzt sich kontinuierlich weiter zu: Der DIHK-Umfrage zufolge können in nahezu jedem dritten Ausbildungsbetrieb Lehrstellen nicht besetzt werden, 14.000 Unternehmen bundesweit verzeichnen gar keine Bewerber mehr. Schulabgänger zeigen heute immer weniger Interesse an einem Ausbildungsberuf, der Trend der Schüler geht stattdessen in Richtung akademischer Ausbildung. So steht der stetig steigenden Zahl der Studenten (2015: +150.000) eine sinkende Zahl der Lehrstellenbewerber gegenüber (2015: -190.000).

Die Personaldienstleistungsbranche steuert dem Azubi-Mangel schon lange engagiert entgegen und rekrutiert seit 2008 ihren Nachwuchs mit dem brancheneigenen Ausbildungsberuf „Personaldienstleistungskaufleute (PDK)“. Ausbilden können nicht nur Personaldienstleister, sondern alle Unternehmen mit eigener Personalabteilung. Die duale Ausbildung geht über drei Jahre und findet in den Unternehmen und den Berufsschulen statt.

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