DIHK: EU-Osterweiterung 2004 war „historischer Glücksfall“

Gestern vor zehn Jahren, am 1. Mai 2004, nahm die Europäische Union zehn neue Mitgliedsländer auf. Laut neuesten Studien erwiesen sich Sorgen im Vorfeld der sogenannten EU-Osterweiterung, der deutsche Arbeitsmarkt könnte unter Lohndumping leiden, als unbegründet (der BAP berichtete darüber). Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), ist noch einen Schritt weiter gegangen: In einem Zeitungsinterview, das auch die DIHK-Homepage erwähnt, bezeichnete er die Osterweiterung als „historischen Glücksfall“. Sie habe nicht nur für eine höhere politische Stabilität gesorgt, sondern vor allem auch wirtschaftliches Wachstum gebracht.

Durch den „stark gestiegenen Handel mit Mittel- und Osteuropa“ seien alleine in Deutschland rund eine Million Arbeitsplätze entstanden oder gesichert worden, zitiert die DIHK-Homepage den Präsidenten im Interview. Deutsche Investitionen in die neuen EU-Staaten hätten sich in den vergangenen zehn Jahren „auf 73 Milliarden Euro mehr als verdoppelt“ – ein Beleg dafür, dass die Firmen in Deutschland den neuen Märkten von Anfang an vertraut hätten.

Laut Schweitzer hat aber nicht nur Deutschland alleine von der Entwicklung profitiert. Auch auf die Partnerstaaten, mit denen die Bundesrepublik handelt, hätte sich die neue politische Situation positiv ausgewirkt. „Deutschland importiert inzwischen Waren und Dienstleistungen im Wert von fast 110 Milliarden Euro aus dieser Region“, so Schweitzer. Besonders Firmen aus den Bereichen Automobilindustrie und Maschinenbau würden darüber hinaus nun die „Vorteile der Arbeitsteilung nutzen“ – beispielsweise durch eigene Niederlassungen oder Joint Ventures in den neuen Partnerstaaten.

Am Ende warnte der DIHK-Präsident davor, die europäische Integration aus den Augen zu verlieren. Diese sei ein fortlaufender Prozess, so Schweitzer, es gehe darum, voneinander zu profitieren, aber auch darum, sich Herausforderungen und Problemen gemeinsam zu stellen.

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Doris Droste
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