DIHK: „Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt spitzt sich zu“

Wie geht es den deutschen Unternehmen, die ihre wirtschaftliche Zukunft sichern und Lehrstellen besetzen wollen? Mit welchen Herausforderungen sehen sie sich konfrontiert? Darüber gibt die aktuelle „Ausbildungsumfrage 2014“ des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) Auskunft, die auf der Homepage der Organisation eingesehen werden kann.  Zentrales Ergebnis: Demografischer Wandel, aber auch offenbar oft mangelnde Ausbildungsreife machen den deutschen Betrieben zu schaffen. Immer mehr Lehrstellen bleiben unbesetzt.

In der entsprechenden DIHK-Pressemitteilung heißt es, im Jahr 2013 seien „allein im IHK-Bereich 80.000 Lehrstellen unbesetzt geblieben.“ 29 Prozent der befragten Betriebe aus dem Bereich Industrie und Handel hätten es nicht geschafft, angebotene Lehrstellen auch tatsächlich zu besetzen. Dies sei ein „deutlicher Anstieg um 7 Prozentpunkte im Vorjahresvergleich“, wird DIHK-Präsident Eric Schweitzer zitiert. Mittlerweile hätte dieses „Problem“, so Schweitzer, auch die größeren Betriebe erreicht – die sich eigentlich bei Bewerbern recht großer Beliebtheit erfreuten. Dies habe unter anderem auch mit der sinkenden Zahl der Schulabgänger zu tun.

Der DIHK hat in der Befragung auch ein „Ausbildungshemmnis Nummer 1“, wie es die Organisation selbst ausdrückt, ausgemacht: mangelnde Ausbildungsreife. Wieder seien vermehrt Schwächen im Deutsch- und Mathematikbereich der Jugendlichen von den Betrieben ausgemacht worden – aber auch bei den sogenannten Softskills seien Lücken festgestellt worden. Darüber hinaus gibt es den Angaben zufolge offenbar auch Probleme hinsichtlich Leistungsbereitschaft, Belastbarkeit und Disziplin der Jugendlichen. DIHK-Präsident Schweitzer betont in der Mitteilung allerdings auch, dass immer mehr Betriebe lernschwächeren jungen Menschen „eine Chance geben“ würden.

Der komplette Ausbildungsbericht geht sehr detailliert auf die Thematik ein. So informiert er beispielsweise darüber, dass mehr und mehr Firmen inzwischen sogenannte ergänzende Rekrutierungswege nutzen und Jugendliche gezielt über Social-Media-Aktivitäten im Internet ansprechen wollen. Für die Studie wurden nach eigenen Angaben der Organisation rund 13.000 Betriebe zu ihren Ausbildungsplänen, -erfahrungen und -motiven befragt.


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Doris Droste
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