Digitalisierung: 18 Millionen Arbeitsplätze könnten in Deutschland wegfallen

Der Einsatz von Robotern und anderen Technologien wird in den kommenden Jahren Millionen von Arbeitskräften hierzulande überflüssig machen. Das ist das Ergebnis einer Berechnung der Volkswirte der Bank ING-Diba. Wie „Die Welt“ berichtet, bedroht die sich zunehmend beschleunigende Technologisierung mittel- und langfristig mehr als die Hälfte aller Arbeitsplätze in Deutschland. Von den 30,9 Millionen sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten, die in der Untersuchung berücksichtigt werden, würden demnach 18 Millionen in den kommenden Jahrzehnten durch Maschinen und Software ersetzt.

Die Untersuchung basiert auf einer wissenschaftlichen Studie aus dem Jahr 2013, in der Carl Frey und Michael Osborne untersucht haben, wie stark der amerikanische Arbeitsmarkt von der Automatisierung betroffen wäre. Für die Berechnung der ING-Diba kommen die Analysten zu dem Schluss, dass die Auswirkungen des technologischen Wandels hierzulande dramatischer sein werden als in den USA: Während die Originalstudie davon ausgeht, dass in den USA 47 Prozent aller Stellen gefährdet sind, schießt der Wert in der Untersuchung für Deutschland auf 59 Prozent. Die Autoren glauben, dass das größere Gewicht der Industrie in Deutschland für den Unterschied verantwortlich ist.

„Das Risiko von Kollege Computer ersetzt zu werden, variiert allerdings je nach Spezialisierung, Karrierestufe und Beruf erheblich“, heißt es in der „Welt“. Sachbearbeiter und andere Berufsgruppen, die hauptsächlich typische Verwaltungstätigkeiten erledigen, hätten beispielsweise riskantere Berufe, als sie selbst vermuten würden. Hier sei die Wahrscheinlichkeit, dass die Tätigkeiten von Algorithmen übernommen werden, sehr hoch: Die Autoren erwarten, dass in diesen Berufsgruppen 86 Prozent der Arbeitsplätze wegfallen könnten. Beinahe genauso hoch sei der Anteil bei Hilfsarbeitskräften. „Grundsätzlich gilt: Je geringer die Qualifikation, desto höher die Wahrscheinlichkeit, ersetzt zu werden“, so die Analysten. Mehr als zwei Drittel der Stellen seien aber auch bei Mechanikern, Fahrzeugführern und Maschinenbedienern gefährdet, genauso hoch sei der Anteil im Einzelhandel und in anderen Dienstleistungsberufen. Große Stellenverluste drohen demnach auch unter Hilfskräften in Lagern und bei Post- und Zustelldiensten (1,5 Millionen).

Die Autoren gehen allerdings davon aus, dass es zu einem langsamen Übergang kommen wird, zumal noch nicht abzusehen sei, wann Roboter technologisch in der Lage sein werden, die Arbeiten zu übernehmen. Dass es irgendwann soweit ist, daran haben die Autoren der Untersuchung aber keinen Zweifel. „Der Übergang hat schon begonnen“, sagt Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING-Diba und Co-Autor der Untersuchung. „Schon jetzt sind einige Industriebereiche vollvernetzt und werden fast vollständig von Robotern geführt.“

Zu den Gewinnern dieser Entwicklung dürften diejenigen gehören, deren Tätigkeit weiter von Menschen ausgeführt werden muss. „Ein Studium, Personalverantwortung oder Arbeit in der Forschung schützen demnach davor, in absehbarer Zeit von Robotern und Algorithmen abgelöst zu werden. In Berufen, die eine Spezialisierung oder Expertenwissen erfordern, liegt die Wahrscheinlichkeit, den eigenen Job an eine Maschine zu verlieren, gerade einmal bei elf beziehungsweise zwölf Prozent“, heißt es in der Studie.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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