DGB-Bundeskongress hat neuen Vorsitzenden gewählt

Reiner Hoffmann, 58, ist vom Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zum neuen Vorsitzenden gewählt worden. Dies berichten übereinstimmend mehrere Medien aktuell, darunter auch der „Bayerische Rundfunk“ (BR) auf seiner Homepage. Laut BR stimmten 365 DGG-Vertreter bei der Wahl für Hoffmann – umgerechnet 93,1 Prozent. Hoffmann, ein früherer Funktionär der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), ist damit nun der Spitzenvertreter von rund 6,1 Millionen im DGB organisierten Gewerkschaftsmitgliedern. Der DGB fungiert hierbei als Dachverband von acht Einzelgewerkschaften. Hoffmann tritt die Nachfolge von Michael Sommer an (62), der nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung gestanden hatte.

Der BR skizziert in seinem Online-Artikel auch Hoffmanns beruflichen Werdegang: Demnach machte Hoffmann sein Abitur auf dem Zweiten Bildungsweg, später studierte er Wirtschaftswissenschaften. Während seines Erwerbslebens war der gebürtige Wuppertaler unter anderem in Brüssel beschäftigt – „zunächst beim Europäischen Gewerkschaftsinstitut, später als stellvertretender Generalsekretär beim Europäischen Gewerkschaftsbund“, schreibt der BR. 2013 sei er dann Mitglied im geschäftsführenden DGB-Bundesausschuss geworden. Laut mehrerer Medienberichte hat Hoffmann den Ruf eines Pragmatikers.

Zur Eröffnung des DGB-Bundeskongresses hatte gestern auch Bundespräsident Joachim Gauck zu den versammelten DGB-Delegierten gesprochen. Gauck hatte dabei die Arbeit vom scheidenden Michael Sommer explizit gelobt und sich zur „Kompromisskultur“ von Gewerkschaften und Arbeitgebern geäußert: Diese sei „mühsam errungen worden und müsse auch immer wieder neu justiert werden“, zitiert der BR den Bundespräsidenten.


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