Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit ist noch stark – jedoch drohen Gefahren

Ob demografischer Wandel oder Digitalisierung – die deutsche Wirtschaft steht einschneidenden Herausforderungen gegenüber. Noch ist die Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich zu anderen Ländern sehr stark. So signalisiert der Frühindikator der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ein stabiles Wachstum  - zwar stagniere die Eurozone mit 100,7 Zählern, für Deutschland steige der Indikator auf 100,1 von 100,0 Punkten, berichtet "Dow Jones News".

Jedoch lauern laut „WirtschaftsWoche“ einige Gefahren für die deutsche Wirtschaft: Dazu gehöre das Thema Bildung. Deutschland investiere seit Jahren zu wenig in die Bereiche Bildung und Forschung.  Dies deckt sich mit aktuellen Erkenntnissen des Weltwirtschaftsforums. Die Qualität der Bildung bewerten die Experten als unterdurchschnittlich, Deutschland lande in diesem Bereich nur im Mittelfeld, berichtet die „Frankfurter Rundschau“.

Ein weiteres Problem, so die „WirtschaftsWoche“, sei das zu geringe Produktivitätswachstum und damit die Gefahr überproportional steigender Produktionskosten. Und schließlich sei der zu schwache private Konsum eine Gefahr für die Zukunft der deutschen Wirtschaftskraft. Die deutsche Wirtschaft habe sich in den letzten Jahren langsam verändert, in Richtung Dienstleistungssektor. Von den rund 2900 Milliarden Euro an Waren und Dienstleistungen, die im Jahr 2014 produziert wurden, waren bereits 69 Prozent Dienstleistungen und nur noch 31 Prozent Industriegüter und Bauleistungen. Die Gefahr bestehe, dass durch die Verschiebung der Wirtschaftsleistung in Richtung Dienstleistungen das Wachstum früherer Jahre nicht mehr erreicht werden könne. Damit die demografische Entwicklung nicht zu Wettbewerbsnachteilen und Wachstumsschwäche führe, sei die deutsche Wirtschaft auf einen realen Anstieg der Wirtschaftsleistung pro Kopf angewiesen, also auf eine Zunahme der Produktivität, um den demografischen Effekt zu kompensieren.

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