Deutsche Wirtschaft wächst weiter – Binnenwirtschaft bleibt Wachstumstreiber

Trotz der schwachen Weltkonjunktur bleibt die deutsche Wirtschaft zum Ende des Jahres erstaunlich robust. Zu diesem Ergebnis kommt das Markit-Institut, dessen Einkaufsmanagerindex für Industrie und Dienstleister im Dezember um 0,3 Punkte auf 54,9 Punkte leicht zurückging. Ein Wachstum verzeichnet das Barometer jedoch bereits ab einem Wert von 50, berichtet die Nachrichtenagentur „Reuters“.

„Die deutsche Wirtschaft beendet das vierte Quartal 2015 in ausgesprochen solider Verfassung“, fasst Oliver Kolodseike, Ökonom am Markit-Institut, die Lage zusammen. Obwohl die Produktions- und Auftragszuwächse etwas zurückgingen, sei das Wirtschaftswachstum „überdurchschnittlich hoch“ geblieben. In den Erhebungen des Instituts finden auch die guten Beschäftigungszahlen Niederschlag, die „so kräftig wie seit vier Jahren nicht mehr“ gestiegen seien. Dies zeigt sich insbesondere im Servicebereich, wo „viele neue Arbeitsplätze geschaffen“ wurden. Dementsprechend weist das Institut bei den Dienstleistern auch nur einen leichten Rückgang um 0,2 auf 55,4 Punkte aus. Das Barometer für die Industrie hingegen stieg um 0,1 auf 53,0 Zähler, schreibt die Agentur „Reuters“ weiter. Das Markit-Institut befragt für seinen Einkaufsmanagerindex regelmäßig etwa 1.000 Unternehmen zur Wirtschaftslage in Deutschland.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) stützt die Einschätzung des Markit-Instituts. Für das kommende Jahr rechnet das DIW damit, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um etwa 1,7 Prozent wachsen werde. 2017 werde sich die Entwicklung jedoch leicht abschwächen und das BIP nur um 1,5 Prozent zulegen. Die treibende Kraft hierfür sei vor allem die Inlandsnachfrage, „die die deutsche Wirtschaft anschiebt“, schreibt das Institut in einer entsprechenden Pressemitteilung. Insbesondere trage der private Verbrauch zur guten Wirtschaftslage bei, aber auch „Sondereffekte wie der gesunkene Ölpreis“.

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