Deutsche Einkommen steigen weiter, aber hohe Kosten je Arbeitsstunde

In kaum einem Land der Europäischen Union (EU) stiegen die Reallöhne in den vergangenen Jahren so stark wie in Deutschland. Zurückzuführen ist dies hauptsächlich auf die steigenden Einkommen, die seit der Finanzkrise 2008 hierzulande das sechste Mal in Folge schneller anzogen als in einem der EU-Länder, wie „Die Welt“ berichtet.

Nach Berechnungen der europäischen Statistikbehörde Eurostat stiegen die Reallöhne in Deutschland seit 2008 um fast zehn Prozent. Ähnliche Resultate ermittelte kürzlich auch das Statistische Bundesamt: Allein in den vergangenen zwölf Monaten erhöhten sich die realen Löhne um 2,3 Prozent. Nur in einigen Schwellenländern und kleineren Staaten, in denen eine hohe Wettbewerbsfähigkeit herrscht, entwickelten sich die Einkommen ähnlich stark wie in Deutschland. In den Vereinigten Staaten jedoch „sackten die Löhne“ der „Welt“ zufolge um 3,1 Prozent ab. Ähnliches lässt sich auch in Großbritannien beobachten, wo die Kaufkraft des Einkommens ebenfalls seit Jahren sinkt.

Im Bericht der „Welt“ wird jedoch auch auf die Kehrseite der anhaltenden Lohnsteigerungen hierzulande hingewiesen: So kostet eine Arbeitsstunde in Westdeutschland 49,90 Euro, womit die Region „zu dem teuersten Industriestandort der Welt“ gehört. Im Vergleich dazu lag eine Arbeitsstunde in den USA bei 34 Euro und in Großbritannien sogar bei nur 30 Euro. In den südeuropäischen Ländern wie Portugal, wo die Arbeitsstunde mit elf Euro zu Buche schlägt, und in Italien, wo für diese 28 Euro veranschlagt wird, liegen die Kosten ebenfalls deutlich unter dem deutschen Niveau. Christoph Schröder, Ökonom beim Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln), kann daher keine „Grundlage“ für die immer wieder von Gewerkschaften erhobenen „Lohndumping-Vorwürfe“ erkennen. Höhere Kosten für eine Stunde Arbeit werde dem Ökonom zufolge nur in fünf der 44 vom IW Köln ausgewerteten Volkswirtschaften gezahlt. Dazu zählen die Schweiz mit 58 Euro, Norwegen mit 49 Euro sowie Belgien und Dänemark mit jeweils 43 Euro.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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