Deutsche Bundesbank: Privater Konsum trägt die Konjunktur

Die deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung der Bundesbank in den kommenden Monaten weiter wachsen. Größte Stütze dürfte dabei der private Konsum sein, ist im jüngsten Monatsbericht Mai der deutschen Zentralbank nachzulesen. In einer Erklärung auf der Internetseite der Bundesbank heißt es, auch die Bauwirtschaft werde wohl verstärkt Fahrt aufnehmen. In der Industrie rechnen die Bundesbank-Ökonomen trotz einer intakten konjunkturellen Aufwärtsbewegung hingegen lediglich mit einer schleppenden Entwicklung.

Für die deutliche Steigerung des privaten Konsums im ersten Quartal 2015 sind nach Worten der Wirtschaftswissenschaftler insbesondere „die steigende Beschäftigung bei spürbar anziehenden Verdiensten, ein kräftiger Kaufkraftschub durch den drastischen Ölpreisrückgang sowie die Auswirkungen wirtschaftspolitischer Instrumente wie die Einführung der abschlagsfreien Rente mit 63, der Mütterrente oder des allgemeinen Mindestlohns“ die Hauptursachen.

Im Auslandsgeschäft konnten die deutschen Unternehmen im ersten Quartal 2015 nicht an den Schwung der zweiten Jahreshälfte 2014 anknüpfen. Aus Sicht der Bundesbank-Ökonomen liegt das insbesondere an der schwächelnden Weltwirtschaft. „In China hat sich das Wachstum des realen BIPs spürbar verlangsamt, in Russland und Brasilien ist das BIP im Vergleich zum Vorquartal sogar geschrumpft“, so der Monatsbericht. Die Expansion der US-Wirtschaft sei nahezu zum Erliegen gekommen. Die Delle in der globalen Konjunktur habe die Ausfuhren der deutschen Unternehmen gebremst. Die Abwertung des Euro, durch die Waren und Dienstleistungen auch deutscher Unternehmen für Käufer außerhalb des Euro-Raums billiger werden, konnte diesen Effekt der Bundesbank zufolge nicht ausgleichen. „Die Wirkung der Euro-Abwertung dürfte sich erwartungsgemäß erst mit Verzögerung zeigen“, schreiben die Ökonomen.

Das Wachstum in der deutschen Industrie wird nach Einschätzung der Bundesbank in den kommenden Monaten eher schleppend verlaufen, die konjunkturelle Aufwärtsbewegung sei jedoch intakt. So sei die Auftragsentwicklung zu Jahresbeginn insgesamt enttäuschend ausgefallen. „Gleichwohl sollten sich im Umfeld einer sich festigenden Weltkonjunktur und eines vergleichsweise niedrigen Außenwerts des Euro bald auch neue Exportchancen auf den Drittmärkten eröffnen“, prognostiziert der Bundesbank-Monatsbericht.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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