Bundesländer-Vergleich des IW Köln: Bayern wächst stärker als Nordrhein-Westfalen

In einem Vergleich der größten deutschen Bundesländer durch das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) werden gravierende Unterschiede deutlich: Während Bayern und Baden-Württemberg kontinuierlich ihr Bruttoinlandsprodukt (BIP) erhöhen, stehen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen vergleichsweise schlecht da. Auseinander geht die Entwicklung auch, wenn weitere konjunkturelle Faktoren wie die Zahl der Arbeitslosen, der Erwerbstätigen und der Schuldenstand in die Betrachtung einbezogen werden.

Im Freistaat Bayern steigt das Bruttoinlandsprodukt nach Angaben des IW jährlich um 1,9 Prozent. In Nordrhein-Westfalen wird dagegen ein jährliches Wachstum von nur knapp einem Prozent erreicht. „Auf ein Jahr gesehen mag die Differenz nicht allzu groß erscheinen, doch über einen Zeitraum von 16 Jahren ist ein solcher Rückstand verheerend“, kommentiert das Institut die Ergebnisse. Ähnliches gilt auch für den Anteil der Erwerbstätigen: In Nordrhein-Westfalen stieg die Erwerbstätigenzahl um sieben Prozent, während diese in den anderen westdeutschen Bundesländern um neun Prozent zulegte. Nur Bremen und das Saarland schneiden dem IW zufolge noch schlechter ab als Nordrhein-Westfalen. Im Umkehrschluss kommen die IW-Forscher zu dem Ergebnis, dass somit auch die Arbeitslosenquote in Nordrhein-Westfalen höher liegen dürfte als in den übrigen Bundesländern. Mit 7,8 Prozent lag diese im August 2016 in Nordrhein-Westfalen deutlich über der von Bayern. Hier betrug die Arbeitslosenquote nur 3,5 Prozent. In Baden-Württemberg waren im August 2016 zudem 3,9 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung und in Niedersachsen 6,0 Prozent erwerbslos. „Unter den Flächenländern ist die Arbeitslosenquote nur in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt höher“, heißt es dazu in der Erhebung.

Das Institut untersuchte außerdem die Zahl der Insolvenzen und das Abschneiden der vier größten Bundesländer in Bezug auf die Staatsfinanzen. Aufgrund der „Wirtschaftsschwäche“ Nordrhein-Westfalens meldeten zwischen 2013 und 2015 11,9 Prozent der Unternehmen in dem Bundesland Insolvenz an. In Bayern waren es dagegen nur 5,1 Prozent. Auch im Hinblick auf die Staatsfinanzen zeigte sich, dass der Freistaat Bayern „seit Jahren, Überschüsse im Staatshaushalt“ erwirtschaftet. In Nordrhein-Westfalen jedoch stieg die Verschuldung im vergangenen Jahr weiter an und „das Haushaltsdefizit betrug zuletzt annähernd 2 Milliarden Euro“, so die IW-Forscher.

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Doris Droste
Doris Droste
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