Bundesbank blickt optimistisch auf Konjunktur

Die Bundesbank sieht die Aussichten für die deutsche Konjunktur rosiger als noch vor einigen Monaten. Wie die Nachrichtenagentur „Reuters“ berichtet, habe das Wachstum zum Jahresende „in bemerkenswertem Tempo“ zugelegt. „Reuters“ zitiert aus dem Monatsbericht der Notenbank, wonach sich die deutsche Wirtschaft von Oktober bis Dezember 2014 mit einem überraschend kräftigen Plus von 0,7 Prozent als Wachstumsmotor der Euro-Zone erwiesen habe. Eine neue Zahl nannte die Notenbank allerdings nicht. Bundesbankchef Jens Weidmann hatte jedoch jüngst auf die Prognose der EU-Kommission verwiesen, die für Deutschland einen Zuwachs von 1,5 Prozent voraussagt. Diese passe ins aktuelle Bild.

„Die Bundesbank erwartet, dass bei anhaltend billigem Öl die Preise in den kommenden Monaten weiter fallen werden“, heißt es im „Handelsblatt“. Die konsumfreudigen Verbraucher blieben kurzfristig „die Hauptstütze der Belebung“. Außerdem profitiere die Industrie vom niedrigen Ölpreis und der Abwertung des Euro, der insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit der Exporteure stärke. Dies erhöhe die Absatzchancen der Industrie – trotz der nach wie vor mäßigen Gangart der Weltwirtschaft. Zudem stünden die Chancen gut, dass in Deutschland künftig wieder stärker investiert werde.

Von einem deutschen Konjunkturprogramm auf Pump als Anschubhilfe für die Wirtschaft im Euro-Raum rät die Bundesbank ab. Allerdings könne der Staat innerhalb des bestehenden Finanzrahmens mehr für das Wachstum tun, mahnten die Volkswirte der Bundesbank. Spielräume dafür gebe es, da 2015 weiter mit Überschüssen im Haushalt zu rechnen sei.

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