Ausländische Studenten: Zu geringe Chancen beim Berufseinstieg

Deutschland klagt über Fachkräftemangel. Trotzdem finden ausländische Studenten mit deutschem Hochschulabschluss nur sehr schwer Zugang zum Arbeitsmarkt. Wie geht das zusammen? Dieser Frage ist eine aktuelle Studie des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) nachgegangen, die gestern vorgestellt wurde.

Mehr als 300.000 Ausländer studieren an deutschen Hochschulen und wollen auch hierzulande in den Beruf einsteigen. Bis 2020 werden weitere 240.000 internationale Studenten einen deutschen Hochschulabschluss erwerben. Wie die „Deutsche Welle“ meldet, gelten sie als „Fachkräfte von morgen“, die hochqualifiziert sind und oftmals auch über profunde Sprachkenntnisse verfügen. Allerdings haben es laut der SVR-Studie „Zugangstor Hochschule“ ausländische Studenten häufig schwer, auf dem hiesigen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) berichtet. So geht aus dem SVR-Bericht hervor, dass mehr als ein Drittel der ausländischen Studenten oft länger als ein Jahr auf Jobsuche ist. Wohlmöglich ist dieser Anteil noch größer, da ausländische Hochschulabsolventen oftmals frustriert in ihr Heimatland zurückkehren. Fast zwölf Prozent der ausländischen Akademiker sind zudem arbeitslos gemeldet, weitere neun Prozent werden nicht Vollzeit beschäftigt.

Erschwerend wirkten bei der Jobsuche fehlende Netzwerke und mangelnde Erfahrung im Berufsleben, heißt es in der FAZ. Unzureichende Deutschkenntnisse tragen ebenfalls nicht zur erfolgreichen Jobsuche bei. Der Studie zufolge mangelte es Deutschland einer ausreichenden Unterstützung beim Berufseinstieg, was allein schon dem wenigen Personal in den Serviceeinrichtungen der Hochschulen geschuldet ist. Auch entscheiden Ausländerbehörden nicht einheitlich. Deutsche Arbeitgeber zeigten sich zudem bei der Besetzung offener Stellen „zurückhaltend“, so die Zeitung. So erkennen oftmals Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern internationale Absolventen nicht als Zielgruppe. Große Firmen nutzen hingegen bereits zu 55 Prozent die Potenziale ausländischer Studenten. SVR-Geschäftsführerin Cornelia Schu forderte in diesem Zusammenhang eine bessere Zusammenarbeit der Hochschulen, der Unternehmen, der Behörden und der Politik.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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