Ausbildung 2015: Starke Konzentration auf nur fünf Berufe

Mehr als 350 Ausbildungsberufe gibt es in Deutschland. Trotzdem konzentriert sich ein Viertel aller im Jahr 2015 abgeschlossenen Verträge auf fünf Ausbildungsberufe, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) ermittelt hat. Den Spitzenplatz dabei belegen die Kaufleute im Einzelhandel mit 30.474 Ausbildungsverträgen, gefolgt von Kaufleuten für Büromanagement (28.449 Verträge), Verkäufern (24.027), Kraftfahrzeugmechatronikern (20.259) und Industriekaufleuten (17.922). Insgesamt wurden im letzten Jahr 516.639 Ausbildungsverträge geschlossen und damit 0,3 Prozent weniger als 2014.

Wie die Behörde mitteilt, wird die Berufswahl der Jugendlichen von deren schulischen Vorbildung beeinflusst. So entschieden sich Jugendliche, die eine Hochschulzugangsberechtigung besaßen, vornehmlich für eine Ausbildung als Industriekaufmann, Bürokaufmann und Bankkaufmann. Jugendliche ohne Hauptschulabschluss gingen öfters in die Lehre als Verkäufer, gefolgt vom Einzelhandelskaufmann und Fachpraktiker für Hauswirtschaft. „Der Anteil Jugendlicher mit neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag ohne Hauptschulabschluss betrug dabei allerdings nur 2,8 % gegenüber einem Anteil von 27,5 % mit Hochschulzugangsberechtigung“, schreiben die Statistiker weiter.

Gravierende Unterschiede in der Berufswahl existierten 2015 erneut zwischen den Geschlechtern. Während sich 6,2 Prozent der Männer für eine Lehre als Kraftfahrzeugmechatroniker entschieden, begannen 10,3 Prozent der Frauen eine Ausbildung als Bürokauffrau. Wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) herausfand, „konzentrieren sich“ 56 Prozent der Frauen, die eine Lehre beginnen, auf einen der „zehn beliebtesten Ausbildungsberufe“, die jedoch teils geringe Verdienstmöglichkeiten aufweisen, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ). Positiv sei laut dem Institut, dass aber immer mehr Frauen klassische „Männerberufe“ ausüben. „Am stärksten war diese Entwicklung bei den Bäckerinnen (2015: 25,9 Prozent Frauen), den Malerinnen und Lackiererinnen (15,9 Prozent) und Tischlerinnen (12,2 Prozent)“, heißt es in der „FAZ“. Männer wiederum entschieden sich dagegen seltener für „typische Frauenberufe“, was dem BiBB zufolge an den „meist unterdurchschnittlichen Vergütungen in diesen Berufen“ liegt.

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Doris Droste
Doris Droste
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