Auftragsrückgang in Produktion und Industrie – Prognosen bleiben positiv

Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) war im November 2014 die Produktion im Produzierenden und im Verarbeitenden Gewerb mit 0,1 bzw. 2,4 Prozent niedriger als im Vormonat. Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und Volkswirte gehen insgesamt jedoch von einem positiven Trend für das Schlussquartal aus.

Die Industrieproduktion ist im November um 0,3 Prozent angestiegen. Der leichte Rückgang im Produzierenden Gewerbe insgesamt ergab sich aus der Abschwächung der Erzeugung im Baugewerbe (-0,6 Prozent) sowie einer geringeren Energieerzeugung: „Die Produktion im Produzierenden Gewerbe hat die Talsohle durchschritten. Im Baugewerbe ist zwar für das Jahresschlussquartal noch einmal mit einem Produktionsrückgang zu rechnen. Die Industrie dürfte hingegen mit dem dritten Produktionsanstieg in Folge wieder auf einen moderaten Aufwärtstrend eingeschwenkt sein“, erklärt das BMWi auf seiner Webseite.

Den erheblicheren Auftragsrückgang bei der Industrie begründet das Ministerium mit dem Ausbleiben von Großaufträgen. Der Rückgang bei der Nachfrage kam hauptsächlich aus dem Inland (-4,7 Prozent). Die Auslandsbestellungen gingen dagegen nur um 0,7 Prozent zurück. Während im November 2014 die Bestellungen von Konsumgütern um 2,6 Prozent zulegten, nahmen die Auftragseingänge für Investitions- und Vorleistungsgüter um 3,1 Prozent bzw. 2,3 Prozent ab. „Insgesamt entwickeln sich die Bestellungen in der Industrie seit Mitte des Jahres wieder leicht positiv, trotz des aktuellen Rückgangs. Die Aussichten für einen Anstieg der Auftragseingänge im Jahresschlussquartal sind insgesamt gut“, heißt es in einer gestern veröffentlichten Erklärung des Bundeswirtschaftsministeriums.

Ähnlich optimistisch äußern sich Experten: „Insgesamt liegen die Bestellungen im Oktober und November etwas über denen im dritten Quartal – ein positives Signal, dass die deutsche Industrie wohl ihre Schwächephase überwunden hat“, erklärt Marco Wagner von der Commerzbank gegenüber „Focus Online“. Auch der Deutschland-Chefvolkswirt der Bank Unicredit, Andreas Rees, gibt in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ eine positive Prognose ab: Die harten Zahlen aus der Wirtschaft würden der besseren Stimmung noch etwas hinterherhinken. Im ersten Vierteljahr 2015 werde es aber eine konjunkturelle Beschleunigung geben.

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Doris Droste
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