Arbeitsmigration nach Deutschland: Zuzug von Arbeitslosen aus ganz Europa

Rund 400.000 Einwanderer sind im vergangenen Jahr mehr aus dem Ausland zugezogen als im gleichen Zeitraum auswanderten – eine historische Rekordmarke innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte. Wie die WELT in der heutigen Ausgabe berichtet, gehen Experten des Statistischen Bundesamtes davon aus, dass die Hauptursache dieser Entwicklung in  der florierenden deutschen Wirtschaft und damit der Attraktivität des deutschen Arbeitsmarktes für Jobsuchende liegt.

„Es gibt keine Anzeichen für die Zuwanderung in Arbeitslosigkeit oder Armut. Die Arbeitssuchenden, die kommen, finden in der Regel Jobs, ohne einheimische Arbeitskräfte zu verdrängen.“, zitiert die WELT Werner Eichhorst, Direktor für Europäische Arbeitsmarktpolitik am Institut für die Zukunft der Arbeit (IZA). Innerhalb der Europäischen Union, aus der zwei Drittel der Zuwanderer stammen, stellen Polen die größte Gruppe. Auch Menschen aus südeuropäischen Ländern, in denen krisenbedingt die (Jugend-)Arbeitslosigkeit zugenommen hat, stellen eine vergleichsweise große Gruppe der Arbeitsmigranten.

Der deutsche Arbeitsmarkt profitiert angesichts der demografischen Situation und Perspektive von den zusätzlichen Arbeitskräften, die auch langfristig benötigt würden, um  (künftig) offene Stellen mit qualifizierten Arbeitskräften besetzen zu können.

Aber auch Euro-Krisenländer wie Portugal oder Spanien profitieren von der aufgezeigten Entwicklung, da der Konkurrenzdruck um die Arbeitsplätze vor Ort durch die graduelle Senkung der Arbeitslosenzahlen abnimmt und die Arbeitsmärkte in den Krisen-Volkswirtschaften entlastet werden. Insgesamt bleibe die Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone zwar weiterhin auf Rekordniveau, sei jedoch zwischen April und November 2013 nicht weiter angestiegen, so die WELT.

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