Arbeitskosten in Deutschland gestiegen

Die Arbeitskosten in der deutschen Privatwirtschaft sind 2013 um mehr als 2 Prozent nach oben gegangen, deutsche Arbeitgeber zahlten 31,70 Euro die Stunde. Dies berichten heute mehrere Medien aktuell, darunter die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) und das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Werte des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden. Die Arbeitskosten im übrigen Euroraum seien dagegen um 1,4 Prozent (Durchschnittswert) auf 28,70 Euro gestiegen, in der gesamten Europäischen Union auf 23,70 Euro. „Arbeitgeber in der deutschen Privatwirtschaft zahlten 34 Prozent mehr als im Durchschnitt der EU“, zitiert die FAZ Statistiker.

Außerdem berichtet die Tageszeitung, Statistiker würden nun sogar von einer „Trendwende“ sprechen: Denn der Anstieg der Arbeitskosten – zusammengesetzt aus Bruttoverdienst und Lohnnebenkosten – sei nun bereits zum dritten Mal in Folge „überdurchschnittlich“ ausgefallen  und liege, wie die Werte zeigten, über dem Durchschnitt im Euro-Raum. Von 2004 bis 2010 habe die Privatwirtschaft mit ihrer Kostensteigerung dagegen unter dem EU-Durchschnitts gelegen, so die FAZ. Im Ländervergleich teilt sich Deutschland hinsichtlich der Arbeitskosten mit Finnland den siebten Platz. Auf dem ersten Platz liegt den FAZ-Angaben zufolge Schweden – dort müssen Arbeitgeber 43 Euro je Arbeitsstunde zahlen -, gefolgt von Belgien (41,20 Euro je Stunde) und Dänemark (39,80 die Stunde).

Das „Handelsblatt“, das sich ebenfalls mit der Thematik beschäftigt, hat Reaktionen auf den Anstieg der Arbeitskosten eingefangen. So kommentiert beispielsweise die designierte Wirtschaftsweise Isabel Schnabel, es sei „bedauerlich“, dass „das Erreicht gerade verspielt“ werde. Die Agenda 2010 habe einen „großen Anteil“ am wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands gehabt, die große Koalition setze nun „falsche Signale“. Der Präsident des Ifo-Instituts Hans-Werner Sinn warnte im „Handelsblatt“: „Steigende Arbeitskosten sind schädlich, wenn sie auf politischen Eingriffen in den Lohnfindungsprozess beruhen. Und das wird künftig mit dem Mindestlohn, aber auch der Rentenpolitik der Fall sein.“ Außerdem kommt Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer zu Wort: Man müsse nun aufpassen, dass wiedererlange Wettbewerbsfähigkeit durch steigende Arbeitskosten nicht verspielt werde, so Kramer. Deutlich anders bewertet Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel die Entwicklung. Das „Handelsblatt“ zitiert seinen Sprecher mit den Worten: „Die Entwicklung der Arbeitskosten in Deutschland spiegelt die zuletzt positive Entwicklung bei den Bruttolöhnen wider". Der Anstieg der Löhne zeige, dass die Arbeitnehmer am wirtschaftlichen Aufschwung teilhätten.









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Doris Droste
Doris Droste
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