87 Prozent der Führungskräfte wollen bei der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt helfen – fordern aber auch eine klare Linie der Politik

Die deutsche Wirtschaft zeigt in der Flüchtlingsdebatte Flagge. Dass sich das Land vor den Zuzug weiterer Flüchtlinge abschotten soll, lehnen deutsche Führungskräfte ab. 32 Prozent der Manager engagieren sich auch bereits für Flüchtlinge, beispielsweise durch Spenden. Jedoch stellen die in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa  befragten 669 Führungskräfte auch Forderungen an Politik und Wirtschaftsverbände, um die Integration der Zuzügler in Arbeitsmarkt und Gesellschaft zu erleichtern und effektiv zu steuern.

In der für den „Handelsblatt Business Monitor“ im Auftrag der Zeitung erfolgten Umfrage sprechen sich 90 Prozent der Befragten für einen leichteren Zugang Asylsuchender in den Arbeitsmarkt aus. 87 Prozent fordern sogar „eine gemeinsame Initiative der deutschen Wirtschaft, um Flüchtlingen bei der Integration in den Arbeitsmarkt zu helfen“, heißt es im „Handelsblatt“. Mit einem verbesserten Krisenmanagement erhöhten sich die Chancen für den Arbeitsmarkt, wie die Mehrheit der Befragten urteilt. Demnach glauben zwei Drittel der Führungskräfte, „dass die Flüchtlinge den Fachkräftemangel lindern können“. Allerdings gaben auch 73 Prozent an, dass „die Belastungsgrenze spätestens bei einer halben Million Flüchtlingen pro Jahr erreicht“ sei und fordern deswegen eine bessere Kontrolle des Zuzugs sowie konsequentere Abschiebungen in sichere Herkunftsstaaten.

Es gibt aber auch Befürchtungen in der deutschen Wirtschaft, dass die Kosten für Qualifizierungsmaßnahmen steigen werden. „Nur 30 Prozent der Flüchtlinge haben eine Qualifikation, mit der sie wahrscheinlich auf einem produktiven Arbeitsplatz eingesetzt werden können", kommentiert Michael Knipper, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, im „Handelsblatt“ die Situation in Deutschland. Angesichts mangelnder Qualifikationen der Zuzügler halten es 28 Prozent der befragten Führungskräfte deshalb auch für „sehr, 34 Prozent für eher wahrscheinlich, dass es in Deutschland in fünf Jahren mehr Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger geben wird“, heißt es weiter. Trotzdem hält die überwältigende Mehrheit von 85 Prozent Steuererhöhungen zur Bewältigung der Flüchtlingskrise für nicht gerechtfertigt.

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Doris Droste
Doris Droste
Leiterin Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

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