16.10.2018 | Konjunkturerwartungen für Deutschland brechen im Oktober erheblich ein

Wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) heute mitgeteilt hat, sind die Konjunkturerwartungen in Deutschland im Oktober im Vergleich zum Vormonat massiv abgesunken und fallen auf einen Wert von minus 24,7 Punkten. Vor über sechs Jahren, im August 2012, wurde zuletzt ein schlechterer Wert gemessen. Besonders markant ist hierbei der Rückgang der Konjunkturerwartungen um gleich 14,1 Punkte im Vergleich zum Vormonat.  Auch der langfristige Durchschnitt der Erwartungen (22,8 Punkte) wird eindeutig unterschritten. Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage in Deutschland hat sich ebenfalls merklich verschlechtert. Sie ist im Vergleich zum Vormonat um 5,9 Punkte auf einen Stand von 70,1 Punkten zurückgegangen.

Begründet wird dieser Konjunktureinbruch seitens des ZEW mit drei wesentlichen Faktoren: der zunehmenden Gefahr eines harten Brexits im Frühjahr 2019, dem sich verschärfenden Handelskonflikt zwischen den USA und China und nicht zuletzt der instabilen Situation der Großen Koalition in Berlin.  

Negative Entwicklung auch in der Eurozone

Die negative Entwicklung setzt sich bei der Konjunkturentwicklung in der Eurozone fort. Hier liegt der Erwartungsindikator im Oktober 2018 bei minus 19,4 Punkten, eine massive Verschlechterung von 12,2 Punkten gegenüber dem Wert des Vormonats.

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