Externenprüfung

Die Industrie- und Handelskammern (IHK) sowie die Handwerkskammern führen Abschlussprüfungen in anerkannten Ausbildungsberufen für erfahrene Berufspraktiker, die vorher keine Ausbildung absolviert haben, durch – die Externenprüfung. Die Anforderungen in der Externenprüfung sind identisch mit denen, die an Auszubildende des jeweiligen Berufs gestellt werden. Die Prüfungen haben theoretische und fachpraktische Anteile und werden in der Regel gemeinsam mit den Auszubildenden abgelegt.

Voraussetzung zum Ablegen der Externenprüfung ist der Nachweis von Tätigkeiten, die die wesentlichen Anforderungen des angestrebten Berufes umfasst haben. Als Mindestzeit dieser praktischen Tätigkeit muss die eineinhalbfache Dauer der üblichen Ausbildungszeit nachgewiesen werden. Dazu zählen auch Ausbildungszeiten in einem anderen einschlägigen Ausbildungsberuf. Bei der Mehrzahl der Berufe ist also von viereinhalb Jahren Berufspraxis auszugehen, bei einer zweijährigen Ausbildungszeit wären es dann 36 Monate. Über die Zulassung zur Externenprüfung entscheidet die zuständige IHK bzw. die zuständige Handwerkskammer.

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