EU-Zeitarbeitsrichtlinie - Richtlinie der Europäischen Union (RL 2008/104/EG)

Die Gesetzgebung der Europäischen Union hat oft Einfluss auf die Bedingungen der nationalen Arbeitsmärkte. Beispielsweise sah die europäische Zeitarbeitsrichtlinie vor, die Bedingungen von Stammarbeitskräften und Zeitarbeitnehmern in Europa grundsätzlich zu harmonisieren, u.a. durch das Gleichstellungsgebot (Siehe: Equal Pay/Equal Treatment). Dieser Grundsatz gilt in Deutschland seit 2004; hiervon kann nur durch Tarifvertrag abgewichen werden. Deutschland hat die Richtlinie zum 1. Dezember 2011 mit dem Gesetz zur Änderung des AÜG in deutsches Recht umgesetzt. Richtlinie der Europäischen Union (RL 2008/104/EG).

Wesentliche Änderungen, die 2011 in das AÜG aufgrund der Umsetzung der Richtlinie erfolgten, waren die Informationspflicht des Kundenunternehmens gegenüber den Zeitarbeitskräften über freie Arbeitsplätze und die Verpflichtung der Kunden, Zeitarbeitnehmern Zugang zu Gemeinschaftseinrichtungen oder -diensten in ihren Betrieben zu gewähren.

Siehe auch: Arbeitnehmerüberlassungsgesetz; Agenturprinzip; Arbeitgeberprinzip

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