Atypische Beschäftigung

Das Statistische Bundesamt zählt zu den atypische Beschäftigungsformen - in Abgrenzung vom Normalarbeitsverhältnis - Teilzeitbeschäftigungen mit 20 oder weniger Arbeitsstunden pro Woche, geringfügige Beschäftigungen (Mini- und Midijobs), befristete Beschäftigungen sowie Zeitarbeitsverhältnisse.

Der BAP kritisiert seit langem die herabsetzende Bezeichnung der Zeitarbeit als atypische Beschäftigungsform, denn die Zeitarbeit besitzt alle Attribute, die mit einem normalen Beschäftigungsverhältnis assoziiert werden: Arbeitsverhältnisse in der Zeitarbeit sind mit 78 Prozent überwiegend sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen und unterliegen sämtlichen arbeitsrechtlichen Bestimmungen. Das einzige, was Zeitarbeit von anderen Beschäftigungsverhältnissen unterscheidet, ist, dass Zeitarbeitnehmer nicht in dem Unternehmen tätig sind, bei dem sie angestellt sind. Aber das gilt auch für die meisten Handwerker oder Bauarbeiter, ohne dass diese Arbeiten als ‚atypisch‘ bezeichnet werden.

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