Wie ist die Beziehung zwischen Kundenbetrieb und Zeitarbeitnehmer?

Hierfür überträgt das Zeitarbeitsunternehmen dem Kundenbetrieb in der Regel das Recht, die Arbeitspflicht während des Arbeitsprozesses gegenüber dem Zeitarbeitnehmer immer wieder neu zu konkretisieren (sog. sekundäres Direktionsrecht). Dies hat zur Folge, dass die Arbeitgeberpflichten in der Zeitarbeit funktional gespalten sind: Das Zeitarbeitsunternehmen entscheidet zwar weiterhin im Rahmen der vereinbarten Arbeitspflicht darüber, wann, wo und in welcher Form der Zeitarbeitnehmer dem Kundenbetrieb seine Arbeitskraft anzubieten hat (sog. primäres Direktionsrecht), die Weisungen zur konkreten Arbeitsausübung (sog. sekundäres Direktionsrecht) obliegen jedoch dem Kundenbetrieb. Darüber hinaus bestehen noch gesetzliche Bestimmungen, die das Verhältnis von Kundenbetrieb und Zeitarbeitnehmer regeln (z.B. §§ 13, 13a, 13b, 11 Absatz 6, 14 AÜG).

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