Wie grenzt sich die Arbeitnehmerüberlassung von Werkverträgen ab?

Werkvertrag und Zeitarbeit werden immer wieder synonym verwendet, obwohl zwischen dem Einsatz von Personal auf Grundlage eines Werkvertrags und der Arbeitnehmerüberlassung erhebliche Unterschiede bestehen.

Werkverträge werden zwischen einem Auftraggeber und einem Werkunternehmer geschlossen. Dabei ist die Herstellung eines Werkes die vertraglich geschuldete Leistung, beispielsweise die Herstellung oder Veränderung einer Sache. Der Werkunternehmer ist organisatorisch nicht in den Einsatzbetrieb eingegliedert, ist unabhängig von dessen Weisungsrecht und haftet zudem für seine Mängel.

Bei der Arbeitnehmerüberlassung hingegen schließt das Zeitarbeitsunternehmen einen Arbeitsvertrag mit dem Zeitarbeitnehmer und überlässt ihn während seines Arbeitsverhältnisses an verschiedene Kundenbetriebe zur Arbeitsleistung (Dreieckskonstellation). Der Zeitarbeitnehmer ist organisatorisch in den Einsatzbetrieb eingegliedert und ist daher auch an dessen arbeitsrechtlichen Weisungsrecht gebunden. Daher haftet er auch nicht für Mängel.

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