14.08.2017 | Destatis: Bildungszeiten junger Menschen werden länger

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Im vergangenen Jahr wiesen Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren, „die noch als ledige Kinder im elterlichen Haushalt leben“, deutlich höhere Bildungszeiten auf als noch vor 20 Jahren. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) nach Auswertung des Mikrozensus mit.

Gegenüber dem Jahr 1996 besuchten 2016 rund 84 Prozent der Jugendlichen und damit etwa zehn Prozent mehr eine Schule oder Hochschule. Dem Statistischen Bundesamt zufolge ergibt sich der höhere Anteil „unter anderem durch verlängerte Bildungszeiten, etwa durch gestiegene Studierendenzahlen“. Bei Vergleich der Altersjahrgänge besuchten 52 Prozent der 24-Jährigen noch bei den Eltern lebenden Jugendlichen eine Schule oder Hochschule. Vor 20 Jahren lag der Anteil noch bei rund 35 Prozent.

Das Statistische Bundesamt kam bei der Untersuchung auch zu dem Ergebnis, dass deutlich mehr Mädchen, die noch bei den Eltern lebten, eine Schule oder Hochschule besuchten. Deren Anteil betrug 2016 87 Prozent – fünf Prozentpunkte mehr als bei den Jungen in dieser Altersgruppe – während 1996 79 Prozent der Mädchen gegenüber 69 Prozent der Jungen eine Schule oder Hochschule besuchten. Wie die Behörde mitteilt, liegt der Anteil der Schul- und Hochschulbesucher in städtischen Gegenden zudem mit 86 Prozent um rund vier Prozent höher als in ländlichen Gegenden.

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