BAP Internationales vom 23.02.2012

Der EuGH hat am 25. Januar 2012 entschieden, dass mehrere befristete Arbeitsverhältnisse hintereinander geschlossen werden dürfen, sofern die Befristung wegen Vertretungsbedarfes gerechtfertigt ist. Aus der bloßen Tatsache, dass der Vertretungsbedarf "wiederholt oder sogar dauerhaft" besteht, lässt sich laut EuGH nicht automatisch ein Missbrauch des Befristungsrechts ableiten.

Es komme vielmehr auf den konkreten Einzelfall an. Insbesondere sei die Zahl und die Gesamtdauer der mit demselben Arbeitgeber geschlossenen befristeten Arbeitsverträge maßgeblich für die Beurteilung, ob ein Missbrauchsfall vorliege.

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