ZEW-Index: Konjunkturerwartungen trüben sich merklich ein

Die konjunkturellen Erwartungen deutscher Finanzexperten haben sich im Februar deutlich verschlechtert. Mit einem Verlust von 9,2 Punkten fällt das Stimmungsbarometer des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) auf nur noch 1,0 Zähler. Damit gibt der ZEW-Index der Mannheimer Forscher das zweite Mal in Folge erheblich nach, wie das Institut mitteilte.

„Die sich abzeichnende Abschwächung der Weltkonjunktur und die ungewissen Folgen des Ölpreisverfalls belasten die ZEW-Konjunkturerwartungen. Angesichts dieser Entwicklungen hat die Sorge um erhöhte Kreditausfallrisiken bereits Aktien- und Anleihenkurse vieler Banken in Europa, den USA und Japan in die Knie gezwungen“, bestätigt Prof. Dr. Sascha Steffen, Leiter des Forschungsbereichs „Internationale Finanzmärkte und Finanzmanagement“ am ZEW, den wirtschaftlichen Abwärtstrend. Im Vorfeld hatten Ökonomen sogar mit einem noch „stärkeren Rückgang auf 0,0 Punkte gerechnet“, heißt es beim Nachrichtenportal „n-tv“. Die ZEW-Forscher untersuchten auch die aktuelle Wirtschaftslage in Deutschland. Auch hier ging der Wert um 7,4 Punkte auf 52,3 Zähler zurück. Experten hatten laut „n-tv“ hierfür „nur einen Rückgang auf 55,5 Zähler“ erwartet.

Die Prognosen für die Eurozone fielen ebenfalls nicht positiv aus. „Der Erwartungsindikator geht um 9,1 Punkte auf 13,6 Punkte zurück. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum hat sich im Februar 2016 um 0,5 Punkte auf minus 8,0 Punkte verschlechtert“, heißt es dazu beim ZEW.

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Ulrike Heine
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