Zeitarbeit ist Sprungbrett aus der Arbeitslosigkeit

Für viele Arbeitslose bietet Zeitarbeit eine ideale Beschäftigungsperspektive. Oft profitieren besonders Geringqualifizierte von den Einstiegsmöglichkeiten. Zukünftig wird die Rolle von Fachkräften wichtiger.

Für viele Menschen ist die Zeitarbeit ein Sprungbrett in den Arbeitsmarkt. Aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) belegen, dass knapp 63 Prozent der Zeitarbeitnehmer vorher ohne Beschäftigung waren. Seit Beginn der Arbeitsmarktstatistik im Jahr 1999 liegt diese Zahl - bei gleichzeitigem Anstieg der Anzahl an Zeitarbeitnehmern - auf einem konstant hohen Niveau. Aufgeschlüsselt ergibt sich folgendes Bild: 43 Prozent der Zeitarbeitnehmer waren vor dem Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt ein Jahr lang ohne Arbeit. Zehn Prozent sind länger als ein Jahr keiner Beschäftigung nachgegangen. Und weitere zehn Prozent waren zuvor noch gar nicht beschäftigt.

„Unsere Branche ist für viele Arbeitslose eine optimale Möglichkeit erstmalig oder wieder in den Arbeitsmarkt einzusteigen. Dabei profitieren viele Zeitarbeitnehmer von interessanten Tätigkeiten in unterschiedlichsten Wirtschaftsbereichen und können wertvolle Erfahrungen sammeln. Darüber hinaus gibt es für viele die Möglichkeit, die eigenen Fähigkeiten durch Qualifizierungen und Weiterbildungen auszubauen“, sagte Volker Enkerts, Präsident des Bundesarbeitgeberverbands der Personaldienstleister (BAP).

Dabei sind die Chancen in der Zeitarbeit besonders für Geringqualifizierte hoch. So zeigen die Daten der BA, dass diese Gruppe mit 29 Prozent (keine abgeschlossene Berufsausbildung) einen großen Anteil unter allen Zeitarbeitnehmern stellt. „Unsere Branche wird in Zukunft stärker auf Fachkräfte angewiesen sein. Schon heute können wir in diesem Bereich nicht die komplette Nachfrage unserer Kunden erfüllen. Doch die Zahlen zeigen, dass Zeitarbeit auch vielen Menschen Chancen gibt, die mit ihrer Erwerbsbiografie in anderen Branchen weniger gefragt sind“, so Enkerts weiter.

Zeitarbeit bietet Perspektive in strukturschwachen Regionen

Uwe Schickor, Geschäftsführer der Dresdner Schickor Personaldienstleistungs GmbH, ist sich der integrativen Funktion der Zeitarbeit bewusst. „Gerade in strukturschwachen Regionen ist es wichtig, den Menschen Perspektiven zu bieten. Die Zeitarbeit ist dabei häufig ein ideales Sprungbrett, um Arbeitslosen den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen.“

Beispiele für eine gelungene Integration in den Arbeitsmarkt sind zahlreich. So sagt Gerlinde Hierl, Einzelhandelskauffrau bei Augusta Personaldienstleistungen, die Zeitarbeit passe zu ihr, da sie so „in einem aufstrebenden Betrieb Fuß fassen“ könne. Klaus Wemmel, Gas- Wasserinstallateur aus Weimar bringt es auf den Punkt: „Durch Zeitarbeit bin ich nicht arbeitslos.“ Er ist beim Personaldienstleister AMS Personaldienste beschäftigt. Weitere Zitate von Zeitarbeitnehmern, die von ihren persönlichen Erfahrungen berichten, finden sich im Internet unter: einstieg-aufstieg-wachstum.de/deutschlandkarte/.

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Ulrike Heine
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Mehrmals im Jahr veröffentlicht das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) exklusiv für den BAP Zahlen zur Zeitarbeit in Deutschland.