Tariflöhne steigen deutlich stärker als Verbraucherpreise

Das Statistische Bundesamt hat mitgeteilt, dass die 19,5 Millionen Beschäftigten in Deutschland mit einem Tarifvertrag auch in diesem Jahr mit einem spürbaren Kauftkraftzuwachs rechnen können. Dies berichtet "Fokus Money online". Demnach steigen die Reallöhne der betroffenen Mitarbeiter doppelt so stark wie die Verbraucherpreise. Durchschnittlich erhöhten sich die tariflichen Monatsverdienste inklusive Sonderzahlungen im ersten Quartal 2014 um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im selben Zeitraum lag die Inflationsrate aber nur bei 1,2 Prozent.

Diese positive Entwicklung gilt allerdings nicht für die gesamte Arbeitnehmerschaft, wie "Fokus Money online" schreibt: „Dennoch waren gemessen an der gesamten Arbeitnehmerschaft die Reallöhne, die auch Boni und nicht-tarifliche Gehälter beinhalten, erstmals seit dem Krisenjahr 2009 wieder gesunken, wenn auch nur um 0,2 Prozent. Arbeitsmarktexperten erklärten das damit, dass sich viele Unternehmen 2013 wegen der lauen Konjunktur bei Sonderzahlungen zurückhielten.“

Wie das Statistische Bundesamt erklärte, stiegen von Januar bis März 2014 die tariflichen Monatsverdienste im Handel mit durchschnittlich 3,5 Prozent am stärksten. Mit 3,0 Prozent fiel auch das Plus im Verarbeitenden Gewerbe deutlich aus. Nicht ausgewiesen hat das Statistische Bundesamt die Zeitarbeit, in der die Entgelte im Westen zum 1. Januar 2014 um knapp 3,8 Prozent und im Osten sogar um 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind.

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Ulrike Heine
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Mehrmals im Jahr veröffentlicht das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) exklusiv für den BAP aktuelle Zahlen zur Zeitarbeit in Deutschland. Die Ausgaben finden Sie hier.