Statistisches Bundesamt: Zahl befristeter Jobs rückläufig

Wegen der guten Lage am Arbeitsmarkt werden immer weniger Menschen in Deutschland befristet beschäftigt. 2014 ging nur noch jeder zwölfte Arbeitnehmer ab 25 Jahren ein Arbeitsverhältnis auf Zeit ein. Damit ist der Anteil der befristet beschäftigten Arbeitnehmer von 8,9 Prozent im Jahr 2011 auf 8,1 Prozent in 2014 zurückgegangen, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ und beruft sich dabei auf Angaben des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS).

Gut drei Millionen Arbeitnehmer üben in Deutschland einen zeitlich befristeten Job aus. Dies trifft vor allem auf Mitarbeiter in der Gastronomie, an Universitäten und wissenschaftlichen Einrichtungen sowie im Gesundheits- und Sozialbereich zu. „Viele“ unterschrieben diese Art von Arbeitsverträgen „gezwungenermaßen“, um überhaupt eine Anstellung zu erhalten, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“ dazu. Tatsächlich teilten 39 Prozent der Arbeitnehmer mit, eine zeitlich begrenzte Anstellung angenommen zu haben, da ihnen keine unbefristete Position angeboten wurde, und ein weiteres Drittel gab an, Probeverträge abgeschlossen zu haben. Ein Viertel nannte allerdings den Beginn eines Ausbildungsverhältnisses als Grund für den Abschluss befristeter Verträge. Lediglich fünf Prozent der Befragten sprachen sich „bewusst“ für eine Befristung aus, heißt es dazu weiter. Seit 2011 sei laut „Süddeutscher Zeitung“ jedoch der „Anteil derjenigen, die notgedrungen einen solchen Vertrag akzeptierten“, rückläufig. Befristete Positionen, stellt die Zeitung klar, böten aber insbesondere jungen Menschen „wertvolle Chancen auf Einstieg in Arbeit“.

In den 1990er Jahren war der Anteil der befristet beschäftigten Personen schon einmal deutlich niedriger. Seit etwa zehn Jahren hat sich der Wert aber um acht bis neun Prozent eingependelt „und ist seit dem Ende der Finanzkrise rückläufig“, wie es im „Handelsblatt“ heißt. Dazu teilt das Statistische Bundesamt mit, dass sich der Anteil befristet Beschäftigter „in der Vergangenheit meist in konjunkturellen Schwächephasen stärker“ erhöhte, „während er in Aufschwungphasen leicht zurückging“.

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Ulrike Heine
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