Statistisches Bundesamt: Tarifverdienste stiegen 2015 um 2,1 Prozent

Nach Tarif bezahlte Beschäftigte haben 2015 im Durchschnitt 2,1 Prozent mehr verdient als im Jahr zuvor. Mit diesem Ergebnis bestätigt das Statische Bundesamt seine ersten Prognosen vom Januar dieses Jahres. Den höchsten Zuwachs gab es den Angaben zufolge im Gastgewerbe.

Allerdings handelt es sich bei der Erhöhung im vergangenen Jahr um den geringsten Anstieg seit 2011. 2014 erhöhten sich die Löhne noch um 3,2 Prozent, 2013 waren es 2,4 Prozent und 2012 2,7 Prozent. Zur Ermittlung der monatlichen Grundvergütung hat die Behörde auch „tariflich festgelegte Sonderzahlungen wie Einmalzahlungen, Jahressonderzahlungen oder tarifliche Nachzahlungen“ einbezogen, heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes. 2014 erhielten Beschäftigte im öffentlichen Dienst „hohe Nachzahlungen“. Dieser Sondereffekt führte dazu, dass der Lohnzuwachs 2014 höher ausfiel als üblich. Im vergangenen Jahr hingegen gab es diese Sonderzahlung nicht.

Auch in den einzelnen Branchen fielen die monatlichen Tarifverdienste sehr unterschiedlich aus. Mit einem Plus von 3,3 Prozent im Jahr 2015 legte das Gastgewerbe am stärksten zu. „Hier wirkte sich in den unteren Verdienstgruppen die Einführung des Mindestlohnes von 8,50 Euro im Januar 2015 aus“, heißt es dazu auf der Website des Bundesamtes. „Überdurchschnittlich gestiegen“ sind aber auch die Verdienste im Verarbeitenden Gewerbe, die sich um 3,2 Prozent erhöhten. Weitere Lohnsteigerungen gab es zudem im Bergbau und der Gewinnung von Steinen und Erden um 2,9 Prozent, im Verkehr und der Lagerei um 2,7 Prozent sowie im Baugewerbe um 2,5 Prozent. Im Dienstleistungsbereich wurde ein Plus von 1,8 Prozent erzielt.

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Ulrike Heine
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