Statistisches Bundesamt: Tarifangestellte verdienten 2015 2,1 Prozent mehr

Die monatlichen Tarifverdienste sind 2015 im Durchschnitt um 2,1 Prozent höher ausgefallen als im Vorjahr. Dies gab das Statistische Bundesamt (Destatis) mit der Veröffentlichung vorläufiger Ergebnisse bekannt. Da gleichzeitig die Verbraucherpreise um lediglich 0,3 Prozent stiegen, konnten sich Arbeitnehmer über spürbar höhere Reallöhne freuen.

Zur Ermittlung der Ergebnisse zog die Behörde die „tarifliche Grundvergütung sowie tariflich festgelegte Sonderzahlungen wie Einmalzahlungen, Jahressonderzahlungen oder tarifliche Nachzahlungen“ heran, heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes. Ohne tariflich festgelegte Sonderleistungen lag das Plus beim tariflichen Grundgehalt im vergangenen Jahr um 2,5 Prozent höher als 2014. Der Index der tariflichen Monatsverdienste stieg seit 2011 kontinuierlich an und lag beispielsweise 2013 bei 2,4 Prozent (mit Sonderzahlungen) und 2,5 Prozent (ohne Sonderzahlungen) sowie 2014 bei 3,2 Prozent (inklusive Sonderzahlungen) beziehungsweise 2,9 Prozent (ohne Sonderzahlungen). Die finalen Ergebnisse für das Jahr 2015 wird die Behörde im Februar veröffentlichen.

In der Arbeitnehmerüberlassung erhöhten sich die Tariflöhne deutlich stärker als im vom Statistischen Bundesamt ermittelten Durchschnitt: Mit einer Entgeltanhebung am 1. April 2015 stiegen die Tarifverdienste von Zeitarbeitnehmern in Westdeutschland um 3,5 Prozent und in Ostdeutschland sogar um 4,3 Prozent. Auch in diesem Jahr wird es für Zeitarbeitskräfte einen weiteren Lohnzuwachs geben. Die Entgelte im Westen werden zum 1. Juni um 2,3 Prozent erhöht und die im Osten um 3,7 Prozent.

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Ulrike Heine
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