Statistisches Bundesamt: Produktion im Produzierenden Gewerbe zurückgegangen

Im November 2015 verzeichnete der produzierende Sektor in Deutschland einen unerwarteten Rückgang. Aus den vom Statistischen Bundesamt (Destatis) veröffentlichten vorläufigen Ergebnissen geht hervor, dass die Produktion preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt um 0,3 Prozent niedriger ausfiel als im Vormonat Oktober.

Im Gegensatz zum Verarbeitenden Gewerbe, das sich im November 2015 über mehr Auftragseingänge freuen konnte (BAP berichtete), stieg die Produktion in Deutschland nicht an. Mit Veröffentlichung der Novemberergebnisse revidiert das Statistische Bundesamt gleichzeitig den Wert für die Produktion im Oktober auf ein Plus von 0,5 Prozent. Wie das Nachrichtenportal „N-TV“ berichtet, hatten Volkswirte dementsprechend auch für November „einen Anstieg von 0,5 Prozent prognostiziert“. Grund für das Minus sei der Rückgang bei den Investitionsgütern, so „N-TV“ weiter. Dementsprechend lag die Industrieproduktion im November um 0,8 Prozent niedriger als im Vormonat. Insbesondere „innerhalb der Industrie nahm die Produktion von Investitionsgütern um 3,3 % ab“, teilt das Statistische Bundesamt mit. Dagegen legte die Produktion bei den Vorleistungsgütern um 1,1 Prozent und bei den Konsumgütern sogar um 1,9 Prozent zu. Weiter heißt es: „Außerhalb der Industrie war die Energieerzeugung im November 2015 um 2,5 % höher als im Oktober 2015, die Bauproduktion stieg um 1,6 %.“

Dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) zufolge verhielten sich die Industrieunternehmen „bei ihren Produktionsdispositionen im Jahresschlussquartal 2015 abwartend“. Hierfür macht das Ministerium vor allem die Wachstumsverlangsamung in einigen Schwellenländern verantwortlich. Zuletzt seien die Auftragseingänge in der Industrie jedoch wieder angezogen und auch das Geschäftsklima habe sich aufgehellt, sodass das BMWi von einer „Erholung der Industriekonjunktur in den kommenden Monaten“ ausgeht.

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Ulrike Heine
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