Statistisches Bundesamt: Deutschlands Schuldenstand leicht gesunken

Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat auf Basis vorläufiger Ergebnisse ermittelt, dass der Schuldenstand von Bund, Ländern und Gemeinden bzw. Gemeindeverbänden einschließlich aller Kern- und Extrahaushalte im dritten Quartal 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozent gesunken ist. Das entspricht einer Summe von 16,5 Milliarden Euro, wie die Behörde mitteilt. Damit beliefen sich die öffentlichen Schulden Deutschlands Ende September 2015 insgesamt auf 2.027,7 Milliarden Euro.

Bei den Schulden des Bundes verzeichnete das Statistische Bundesamt einen Rückgang „um 1,2 % beziehungsweise 15,1 Milliarden Euro auf 1 267,5 Milliarden Euro“. Auch die Länder konnten ihre Schulden um 1,2 Prozent oder 7,2 Milliarden Euro verringern. Somit standen die 16 Bundesländern Ende des dritten Quartals 2015 mit 615,3 Milliarden Euro in der Kreide. Dabei entwickelte sich der Schuldenstand in den einzelnen Ländern höchst unterschiedlich: „Die prozentual höchsten Rückgänge gegenüber dem Vorjahresquartal gab es in Sachsen (– 25,7 %) und Baden-Württemberg (– 14,4 %). Angestiegen sind die Schuldenstände nur in Niedersachsen (+ 7,4 %), Bremen (+ 6,9 %) und Hessen (+ 3,5 %)“, schreibt die Behörde.

Dagegen nahm die Verschuldung der Gemeinden bzw. Gemeindeverbände zu und zwar um 4,1 Prozent oder 5,8 Milliarden Euro auf 144,9 Milliarden Euro. Die prozentual höchsten Zuwächse verzeichnete das Statistische Bundesamt für die Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern mit einem Plus von 17,0 Prozent, in Baden-Württemberg mit einem Zuwachs von 16,6 Prozent und in Sachsen mit plus 10,4 Prozent. „Lediglich in Thüringen (– 5,7 %), Brandenburg  (– 2,7 %) und Sachsen-Anhalt (– 1,4 %) waren die Schuldenstände geringer als im Vorjahresquartal“, heißt es in der Pressemitteilung der Behörde.

Das Statistische Bundesamt weist darauf hin, dass die vierteljährliche Schuldenstatistik nicht vollständig vergleichbar mit den endgültigen jährlichen Schuldenergebnissen ist. Zum einen werden für das jährliche Schuldenergebnis „die Schulden in anderer Abgrenzung und differenzierter erhoben“, zum anderen sind in der vierteljährlichen Schuldenstatistik die Schulden der Sozialversicherung nicht enthalten.

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