Statistisches Bundesamt: Deutsche Arbeitskosten sind 2015 deutlich gestiegen

Im vergangenen Jahr haben sich die Arbeitskosten in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr kalenderbereinigt um 2,6 Prozent erhöht. Wie das Statistische Bundesamt ermittelte, legten ebenfalls die Bruttoverdienste der Beschäftigten um 2,5 Prozent zu und die Lohnnebenkosten stiegen sogar um 3,1 Prozent. Der Anstieg in 2015 ist der deutlichste seit 2012, als ein Zuwachs um 3,2 Prozent erreicht wurde. Gleiches gilt auch für die Kosten bei den Bruttoverdiensten und den Lohnnebenkosten.

Gleichzeitig ermittelte das Statistische Bundesamt die Aufwendungen für eine Stunde Arbeit für das vierte Quartal 2015. Diese stiegen kalenderbereinigt um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Im Vergleich zum Vormonat erhöhten sich die Arbeitskosten im Zeitraum Oktober bis Dezember 2015 jedoch nur um 0,5 Prozent.

Im dritten Quartal 2015 lagen die deutschen Arbeitskosten für das Produzierende Gewerbe und den Dienstleistungsbereich um 2,4 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Der „durchschnittliche Anstieg der Arbeitskosten“  in der Europäischen Union (EU) lag bei 1,8 Prozent. Mit einem Plus von 7,4 Prozent wiesen dem Statistischen Bundesamt zufolge Lettland und Rumänien „den höchsten Anstieg innerhalb der EU“ auf, gefolgt von Rumänien mit einem Zuwachs um 7,3 Prozent. In Frankreich wurde nur ein leichtes Plus in Höhe von 1,1 Prozent erzielt. „In Portugal (– 2,8 %), Slowenien (– 1,5 %), Zypern (– 0,5 %), Italien (– 0,4 %) und Luxemburg (– 0,4 %) waren die Arbeitskosten rückläufig“, heißt es weiter. „Nahezu unverändert“ blieben die Arbeitskosten in den Niederlanden mit 0,0 Prozent sowie Belgien und Kroatien, wo jeweils ein Plus von 0,1 Prozent erreicht wurde. Für die Erhebung zogen die Statistiker die Daten von 27 der 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union heran. 

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