Statistisches Bundesamt: Bruttoinlandsprodukt steigt um 0,3 Prozent im 4. Quartal 2015

Im letzten Quartal 2015 hat das Wachstum in der deutschen Wirtschaft erneut zugelegt. Preis-, saison- und kalenderbereinigt lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Zeitraum um 0,3 Prozent höher als im Quartal zuvor. Mit diesem Ergebnis bestätigt das Statistische Bundesamt (Destatis) seine Prognose vom Januar 2016.

„Die konjunkturelle Lage in Deutschland war damit im Jahr 2015 durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum gekennzeichnet", erklärten die Statistiker. So wurde in den ersten beiden Quartalen 2015 jeweils ein Plus von 0,4 Prozent erreicht. Im dritten und vierten Quartal lag der Wert jeweils um 0,1 Prozent niedriger. Damit ergibt sich für das gesamte vergangene Jahr ein Anstieg um 1,7 Prozent. Zum Wachstum trugen im letzten Vierteljahr 2015 vor allem staatliche Mehrausgaben im Zuge der Flüchtlingszuwanderung bei. Aber auch die Kaufkraft der Verbraucher erhöhte sich dank steigender Löhne, Rekordbeschäftigung und sinkender Energiepreise, heißt es beim Nachrichtenportal „n-tv“. Positiv sei zudem die Entwicklung bei den Investitionen. „Vor allem in Bauten wurde deutlich mehr investiert als im dritten Quartal 2015“, bestätigt das Statistische Bundesamt. Bremsend wirkte jedoch die „außenwirtschaftliche Entwicklung“, da weniger Exporte erfolgten als im dritten Quartal. Gründe sind hierfür laut „n-tv“ die „Wachstumsschwäche großer Schwellenländer wie China und die Destabilisierung der vom Ölpreis-Verfall geschwächten Förderstaaten wie Russland“.

Die positive Entwicklung wird auch von der Bundesregierung gestützt, die laut „n-tv“ mit einer Erhöhung des BIP um 1,7 Prozent in diesem Jahr rechnet. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) prognostiziert hingegen ein geringeres Wachstum in Höhe von 1,3 Prozent (BAP berichtete).

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Ulrike Heine
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