Personaldienstleistung als Beruf: Wie funktioniert der Einstieg?

Ausbildungs- und Einstiegsmöglichkeiten: Vom Ausbildungsberuf über Weiterbildungen bis zum Studium mit Spezialisierung

Jedes Jahr beginnen rund 1.000 Nachwuchskräfte mit der Ausbildung zur/zum Personaldienstleistungskauffrau/-mann, so die aktuellen Zahlen des Bundesinstituts für Berufsbildung. Im Herbst 2012 lag die Zahl bei 990 Auszubildenden, ein Jahr zuvor bei 1.158. „Damit pendelt sich die Zahl auf einem guten Niveau ein“, sagt Mirco Melega, Vizepräsident und Leiter des Arbeitskreises Bildung beim Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP). „Die Arbeitswelt und die damit verbundenen Anforderungen werden immer komplexer. Auch von Zeitarbeitnehmern sind zunehmend Qualifikationen gefordert, andererseits sind Ansprüche unserer Kunden groß. Um beides erfolgreich zusammenzubringen, setzen wir in der Personaldienstleistungsbranche intensiv auf das Thema Bildung“, so Melega.

Ausbildung zur/ zum Personaldienstleistungskauffrau/-mann

Personaldienstleistungskaufleute nehmen vielfältige, anspruchsvolle und verantwortungsvolle Tätigkeiten wahr. Sie werben Personal für Kundenunternehmen an und koordinieren den Personaleinsatz. Darüber hinaus beschäftigen sie sich mit der Personalentwicklung, indem sie beispielsweise Weiterbildungsmaßnahmen für Zeitarbeitnehmer organisieren. Die Ausbildung deckt damit alle inhaltlichen Facetten des beruflichen Alltags ab.

Interessenten benötigen für die Ausbildung, die meistens zwischen dem 1. August und dem 1. September eines jeden Jahres beginnt, keine spezifische Schulbildung. Allerdings zeigen Daten der Bundesagentur für Arbeit aus dem Jahr 2011, dass mit 55 Prozent mehrheitlich Schulabgänger mit Hochschulreife die Ausbildung begonnen haben, 33 Prozent mit mittlerer Reife und acht Prozent mit Hauptschulabschluss. Grundsätzlich besteht für Auszubildende mit mittlerer- und Hochschulreife die Möglichkeit, im Einvernehmen und mit Zustimmung des Ausbildungsbetriebes, die Ausbildung zu verkürzen.

Möglichkeiten, sich speziell zur/zum Personaldienstleistungskauffrau/-mann ausbilden zu lassen, gibt es viele. Über das Portal „www.alle-achtung.info“, das umfassend über den Beruf informiert sowie das Lehrstellenportal der Industrie- und Handelskammern, das alle Ausbildungsangebote in IHK-Berufen auflistet, können sich Bewerber über offene Stellen für das beginnende Ausbildungsjahr informieren. Dort finden sich auch Informationen zum Bewerbungsprozess. Die Wissensvermittlung findet schließlich im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt. Die Auszubildenden werden in Personalgewinnung und Personaleinsatz, Berufsfelderschließung, Marketing und den berufsbezogenen Rechtsanwendungen geschult.

Ebenso ist der Einstieg in die Personaldienstleistungsbranche über eine Umschulung möglich. Das Portal für berufliche Aus- und Weiterbildung der Bundesagentur für Arbeit listet verschiedene Bildungsträger auf, bei denen eine Umschulung zur/zum Personaldienstleistungskauffrau/-mann möglich ist.

Qualifizierung zur/zum Personaldienstleistungsfachwirt/-in

Einen weiteren Einstieg in die Personaldienstleistungsbranche bietet die Fortbildung zur/zum Geprüften Personaldienstleistungsfachwirt/-in (IHK). Diese bundeseinheitliche Qualifizierungsmaßnahme ermöglicht es sowohl etablierten Mitarbeiter/-innen als auch Quereinsteiger/-innen, sich berufsbegleitend als Führungskraft in der Personaldienstleistungsbranche zu qualifizieren. Weiterführende Informationen sind auf der Internetseite des BAP zu finden: www.personaldienstleister.de/fachwirt.

BWL-Studium mit Spezialisierung Personaldienstleistung

An einigen Fachhochschulen ist es inzwischen möglich, ein Bachelorstudium der Betriebswirtschaftslehre (BWL) mit der Vertiefungsrichtung Personaldienstleistung zu absolvieren und sich somit für eine verantwortungsvolle Leitungstätigkeit in der Personaldienstleistung zu qualifizieren. Weiterführende Informationen sind auf der Internetseite des BAP zu finden: www.personaldienstleister.de/bachelor.

Weiterführende Informationen finden sich auf folgenden Seiten:

•    http://www.alle-achtung.info 
      (Branchenportal mit Informationen zum Ausbildungsberuf)
•    http://www.berufenet.arbeitsagentur.de
     (Berufsportal der Bundesagentur für Arbeit)
•    http://kursnet-finden.arbeitsagentur.de/ 
     (Portal für berufliche Aus- und Weiterbildung)
•    http://wis.ihk.de/ 
     (Weiterbildungs-Informations-System der IHK)
•    http://www.ihk-lehrstellenboerse.de/
     (Lehrstellenbörse der IHK)
•    http://www.bibb.de/  
     (Bundesinstitut für Berufsbildung)

Eine Übersicht zu den verschiedenen Einstiegsmöglichkeiten finden Interessierte auf der Internetseite des BAP www.personaldienstleister.de/qualifizierungswege.

Wichtiger Hinweis:
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Pressekontakt

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Ulrike Heine
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Fax +49 30 206098 -39

Mehrmals im Jahr veröffentlicht das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) exklusiv für den BAP aktuelle Zahlen zur Zeitarbeit in Deutschland. Die Ausgaben finden Sie hier.