Nielsen-Umfrage: Deutsche vertrauen in sichere Arbeitsplätze

Eine aktuelle Umfrage der Marktforschungsfirma Nielsen zur Konsumstimmung in Deutschland zeigt, dass sich das Verbrauchervertrauen im vierten Quartal 2015 auf hohem Niveau gehalten hat. Gegenüber dem Zehn-Jahres-Hoch bei 100 Punkten im dritten Quartal sank es nur geringfügig auf 98 Punkte, zitiert die „Welt“ aus der Nielsen-Umfrage. Zwar rücke das Thema Flüchtlinge an die Spitze der Sorgenskala, doch angesichts sicherer Arbeitsplätze könne von finanziellen Ängsten keine Rede sein. Das Verbrauchervertrauen in Deutschland erreicht einen sehr hohen Wert sowohl im zeitlichen Vergleich als auch im Vergleich zu anderen Ländern. Der europäische Durchschnitt liegt laut Nielsen bei lediglich 81 Punkten.  "Die Deutschen blicken nach wie vor optimistisch in die Zukunft, auch wenn das Verbrauchervertrauen zum Ende des Jahres hin etwas zurückgefallen ist", sagt Nielsens Deutschland-Chef Ingo Schier in der „Welt“.

Laut Nielsen-Umfrage ist für die positive Stimmung der boomende Arbeitsmarkt entscheidend. So schätzen 58 Prozent der deutschen Verbraucher ihre Jobaussichten für die nächsten zwölf Monate als "gut" oder "sehr gut" ein. Das sei besser als in jedem europäischen Land (der Durchschnittswert liegt bei 32 Prozent). 53 Prozent der deutschen Verbraucher rechnen für das laufende Jahr mit einer "guten" oder "sehr guten" persönlichen Finanzlage. Auf der Wunschliste steht neue Kleidung mit 52 Prozent ganz oben, gefolgt von Urlaub und dem Abbezahlen von Schulden.

Die Umfrage-Ergebnisse von Nielsen stehen im Einklang zum Beispiel mit Analysen der Bundesbank. „Schub kam vor allem von dem kräftigen Beschäftigungsaufbau, deutlichen Verdienststeigerungen, Budgetentlastungen infolge der niedrigeren Rohölpreise und zusätzlichen staatlichen Ausgaben in Zusammenhang mit der starken Flüchtlingszuwanderung", heißt es im aktuellen Monatsbericht der Bundesbank. Auch die GfK-Marktforschung erlebt die Verbraucherstimmung als positiv. "Für Deutschland rechnen wir damit, dass der private Verbrauch real um zwei Prozent steigen wird", sagt der GfK-Vorstandsvorsitzende Matthias Hartmann in Nürnberg. Der private Konsum werde damit auch in diesem Jahr einen starken Beitrag zum Wirtschaftswachstum leisten.

Nielsen untersucht das Verbrauchervertrauen seit zehn Jahren in 61 Ländern. Der Index gibt ein Bild über die Einschätzungen zu Arbeitsplatzsituation, Perspektiven, persönlicher Finanzlage und Ausgabenbereitschaft in den kommenden zwölf Monaten. Die aktuelle Online-Umfrage erfolgte im November 2015 und gibt ausschließlich das Stimmungsbild von Befragten mit Internetzugang wieder.

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