Mittelstand setzt auf Integration von Flüchtlingen zur Bekämpfung des Fachkräftemangels

Um dem Fachkräftemangel in Deutschland entgegenzuwirken, wird die Integration der Flüchtlinge wichtiger sein als die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das sehen jedenfalls 53,3 Prozent von etwa 800 mittelständischen Unternehmern so, die für eine gemeinsame Studie des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers befragt wurden. Noch entscheidender „für die Lösung des Fachkräftemangels“ sei jedoch die Verbesserung der allgemeinen Schulbildung in Deutschland, heißt es in der „Welt“.

So gaben 88,2 Prozent der mittelständischen Unternehmer in der Studie an, dass sich in Hinblick auf die „politischen Maßnahmen zur Fachkräftesicherung“ die allgemeine schulische Ausbildung verbessern müsse. Dem folgt die Arbeitsmarktintegration der Flüchtlinge mit 53,3 Prozent. Der Vereinbarkeit von Beruf und Familie messen 50,6 Prozent der Unternehmer eine große Bedeutung bei. Wie „Die Welt“ berichtet, sprachen sich die befragten Unternehmer auch dafür aus, den Zuzug ausländischer Fachkräfte zu erleichtern (49,7 Prozent). 47,8 Prozent der Mittelständer erachten eine Vereinfachung der Anerkennung ausländischer Qualifikationen als wichtig und 39,4 Prozent die Anwerbung von Fachkräften im Ausland. Auch die öffentlichen Angebote zur beruflichen Weiterbildung spielen den Studienergebnissen zufolge für 48,5 Prozent eine große Rolle. Insgesamt sehen 41,9 Prozent der Befragten die Rahmenbedingungen zur Lösung des Fachkräftemangels als „gut“ oder „sehr gut“ an. 49,3 Prozent beurteilten diese als „befriedigend“. „Lediglich 8,7 Prozent bezeichneten die Voraussetzungen als ‚schlecht‘ oder ‚sehr schlecht‘“, heißt es weiter in der Zeitung.

Angesichts der künftigen Entwicklung gehen 24 Prozent der befragten Mittelständler davon aus, dass sich die Rahmenbedingungen in einem Jahr verschlechtern werden. 31,2 Prozent hingegen sind der Meinung, diese blieben „gut“ oder „sehr gut“. Für die eigene Unternehmensentwicklung rechnen 40,3 Prozent damit, dass die Umstände „gut“ oder „sehr gut“ blieben. 16,3 Prozent glauben an eine Verschlechterung der Wirtschaftslage im eigenen Unternehmen. Der „Welt“ zufolge nannten die Mittelständer als „Hauptrisikofaktoren“ die europäische Schuldenkrise, eine nachlassende Exportdynamik und das Fachkräfteproblem. 

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