Mehr Hartz-IV-Bezieher aus Bulgarien und Rumänien

Die Zahl der Hartz IV beziehenden zugewanderten Menschen aus Bulgarien und Rumänien ist angestiegen. Dies meldet heute unter anderem die „Schwäbische Zeitung“ in ihrer Online-Ausgabe und bezieht sich dabei auf neue Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA). Demnach haben im Februar dieses Jahres (aktuellste Werte) insgesamt 52.800 Bulgaren und Rumänen mit finanzieller Unterstützung gelebt. Laut „Schwäbischer Zeitung“ seien dies „rund 20.000 oder 60 Prozent mehr als vor einem Jahr“.

Im Artikel wird allerdings betont, dass sich die Hartz IV-Bezieherquote von Bulgaren und Rumänen noch „deutlich“ unter der von allen Ausländern befinde – diese liege bei gut 16 Prozent. „Bulgaren bezögen allerdings mit einer Quote von 18,8 Prozent doppelt so häufig Hartz IV wie Rumänen, von ihnen waren im Februar nur 8,6 Prozent ganz oder teilweise auf die Jobcenter-Leistung angewiesen“, heißt es weiter in dem Beitrag.

Das IAB beobachtete in seiner im Mai dieses Jahres erschienenen Untersuchung auch die Zuwanderung von Bulgaren und Rumänen nach Deutschland und stellte dabei einen moderaten Zuwachs fest. Der Anteil der in die Bundesrepublik eingewanderten Menschen aus Bulgarien und Rumänien sei in den ersten vier Monaten 2014 um 40.000 gestiegen. Im Bericht, den das IAB auch auf der institutseigenen Homepage veröffentlich hat, rechnen die Forscher im Verlauf des Jahres mit einem Bevölkerungszuwachs von 120.000 bis 160.000 Menschen aus diesen beiden Ländern. Im April habe sich dieser Zuwachs jedoch saisonbereinigt erst einmal leicht abgeschwächt.

Untersucht wurde zusätzlich die abhängige Beschäftigung von Bulgaren und Rumänen, die Wissenschaftler entdeckten dabei auch einen Trend: „Die abhängige Beschäftigung der Bulgaren  und Rumänen ist im ersten Quartal 2014 um 49.000 Personen, die Bevölkerung nur um 29.000 gewachsen“, heißt es dazu im Bericht, „dieser Trend ist seit Jahresbeginn ungebrochen“.  Auch bezüglich der Arbeitslosenquote der betreffenden Zugewanderten machten die Forscher Aussagen: Diese solle im Verlauf des Jahres unter das Vorjahresniveau sinken. Im April 2014 sei sie im Vergleich zum Vormonat März bereits von 11,3 Prozent auf 10,5 Prozent nach unten gegangen.


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Ulrike Heine
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