KfW-Gründungsmonitor: Rund jeder fünfte Gründer hat Migrationshintergrund

Zuwanderer wagen häufiger den Schritt in die Selbstständigkeit und beschäftigten zudem mehr Mitarbeiter als Durchschnittsgründer in Deutschland. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung der KfW hervor: Laut KfW-Gründungsmonitor hat rund jeder fünfte Gründer ausländische Wurzeln oder eine ausländische Staatsbürgerschaft. Die jährliche Gründerquote von Migranten lag in den vergangenen Jahren im Durchschnitt bei 1,86 Prozent und somit etwa ein Zehntel höher als die Gründerquote allgemein (1,68 Prozent).

Die KfW hat auch herausgefunden, dass Zuwanderer bei ihren Unternehmensgründungen überdurchschnittlich häufiger und mehr Arbeitsplätze schaffen. Während jeder vierte Migrant mit einer Neugründung mindestens einen Mitarbeiter beschäftigte, stellten insgesamt nur 18 Prozent der Firmengründer im ersten Jahr Mitarbeiter ein. Außerdem lag die Beschäftigtenzahl mit umgerechnet zwei Vollzeitstellen bei Zuwanderern auch etwas höher. „Migranten gehen ihre Gründungsprojekte offensiver an, selbst wenn die Gründung eine Entscheidung aufgrund fehlender Erwerbsalternativen war. Mit ihrer größeren Gründungsneigung und höherem Beschäftigungseffekt leisten Migranten somit einen wichtigen Beitrag zum Gründungsgeschehen in Deutschland“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe.

Das geringere Alter von Migranten in der Bevölkerung schlägt sich auch im Alter der Gründer nieder: Mit 36 Jahren sind diese rund anderthalb Jahre jünger als der Durchschnittsgründer. Wie alle Gründer starten auch die Zuwanderer am häufigsten im Dienstleistungssektor (rund 70 Prozent) und insgesamt mit 21 Prozent etwas häufiger im Handel als der Durchschnitt mit 17 Prozent.

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Ulrike Heine
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