IW Köln: Hohes Bildungsniveau und steigende Erwerbstätigenzahl prägen den „Standort Deutschland“

„Ziemlich gut“ steht der Standort Deutschland im internationalen Vergleich dar. Die Arbeitslosenzahlen sind gering, das Bildungsniveau auf einem hohen Stand und der Spitzensteuersatz bewegt sich im Mittelfeld. Zu diesen Ergebnissen für das Jahr 2014 kommt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) in der aktuellen Broschüre „Standort Deutschland – ein internationaler Vergleich“.

39,88 Millionen Erwerbstätige gab es hierzulande im Jahr 2014. Mittlerweile liegt die Zahl sogar bei rund 43 Millionen – ein Anstieg um mehr als zehn Prozent seit dem Jahr 2000. Im internationalen Vergleich bekleidet Deutschland damit den dritten Platz nach den USA und Japan, wie das IW Köln unter Berufung auf Erhebungen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) herausstellt. Damit läuft dem IW Köln zufolge „der heimische Jobmotor seit Jahren auf Hochtouren“, was wiederum dem hohen Bildungsniveau geschuldet ist. Denn lediglich 13,1 Prozent der in Deutschland erwerbstätigen Männer und Frauen zwischen 25 und 64 Jahren konnten 2014 keinen höheren Schulabschluss oder eine Berufsausbildung nachweisen. Noch besser sieht es jedoch in Tschechien aus, wo lediglich 6,8 Prozent dieser Altersgruppe keinen Abschluss der Sekundarstufe II besaßen. Auch die Slowakei, Polen, die USA und die Schweiz stehen etwas besser da als Deutschland. Den schlechtesten Wert verzeichneten die IW-Forscher allerdings in der Türkei mit 64,4 Prozent ohne höheren Schulabschluss oder Berufsausbildung.

In Hinblick auf die Steuerbelastung bewegt sich die Bundesrepublik im Mittelfeld. So lag der Spitzensteuersatz für die Einkommenssteuer 2014 bei 47,5 Prozent, da die Lohnstruktur sehr unterschiedlich ist. Besser schneiden die Deutschen aber beim Wohlstandsniveau ab: Jeder Bundesbürger erwirtschaftete 2014 „ein kaufkraftbereinigtes Bruttoinlandsprodukt von gut  47.000 Dollar“. Dies sei zwar kein „Spitzenwert, aber gar nicht so übel, wenn man bedenkt, dass aufgrund einer vergleichsweise kurzen Jahresarbeitszeit und 41 Urlaubs- und Feiertagen pro Jahr am Standort Deutschland eher wenig gearbeitet wird“, schreiben die IW-Forscher weiter. Dieser Aspekt hat außerdem Einfluss auf das Arbeitsvolumen hierzulande. Hierbei belegte Deutschland lediglich den drittletzten Platz – nur in Dänemark und Frankreich wird noch weniger gearbeitet.

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Ulrike Heine
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Mehrmals im Jahr veröffentlicht das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) exklusiv für den BAP Zahlen zur Zeitarbeit in Deutschland.