Internationale Arbeitsorganisation: Weltweite Arbeitslosigkeit steigt

Die globale Arbeitslosigkeit nimmt seit einigen Jahren verstärkt zu. So erhöhte sich die Zahl der Erwerbslosen 2015 auf 197,1 Millionen Menschen, wie die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) in ihrem „Bericht über globale Beschäftigung und gesellschaftliche Entwicklung“ mitteilt. Laut dem Nachrichtenportal „N24“ seien der wirtschaftliche Abschwung in den Schwellenländern und der Rückgang der Rohstoffpreise für die „weltweite Jobkrise“ verantwortlich. Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland sei hingegen „herausragend positiv“, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ).

Obwohl das Wirtschaftswachstum 2015 insgesamt um 3,1 Prozent zulegte, waren im vergangenen Jahr eine Million Menschen mehr auf Jobsuche als im Vorjahr. Dem Trendbericht zufolge erhöhte sich im Vergleich zu „der 2007 ausgebrochenen Finanzkrise“ die Zahl der Arbeitslosen um 27 Millionen, schreibt die FAZ. Insbesondere in Lateinamerika, einigen erdölexportierenden Staaten im arabischen Raum und verschiedenen asiatischen Ländern, vor allem aber in China, gäbe es mehr Arbeitslose. „China ist mit einem ausgeprägten Abschwung konfrontiert, der im Zusammenspiel mit Angebots- und anderen Faktoren einen starken Rückgang der Rohstoffpreise ausgelöst hat, insbesondere im Energiesektor“, teilen die ILO-Experten mit.

„Herausragend positiv“, so die FAZ, sei dagegen die wirtschaftliche Lage in Deutschland, denn die Arbeitslosigkeit sei bei stabilem Wachstum weiter zurückgegangen. Hierzulande liegt die „nach international einheitlichen Standards berechnete“ Erwerbslosenquote bei 4,6 Prozent, sodass 2015 das „niedrigste Niveau seit der Wiedervereinigung“ und ein „Rekordwert“ bei der Beschäftigung erreicht wurden, heißt es bei „N24“.

Zugleich warnte die Organisation vor sozialen Unruhen, die in einzelnen Ländern durch die wirtschaftlichen Schwächen und ein verlangsamtes Wachstum ausgelöst werden könnten. Für dieses Jahr erwartet die ILO zudem weltweit ein Wachstum von „nur etwa drei Prozent“, das damit „deutlich langsamer“ sei als „vor dem Ausbruch der weltweiten Krise“, berichtet die FAZ. 

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Ulrike Heine
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