ifo-Geschäftsklimaindex sinkt erneut

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich erneut verschlechtert. Wie das ifo Institut bekanntgab, fiel der Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft im Februar erneut um 1,6 Punkte auf 105,7 Zähler – der dritte Rückgang in Folge. Während sich die Einschätzungen der Unternehmen zur aktuellen Lage leicht verbesserten, wurden die Aussichten für das kommende halbe Jahr „erstmals seit mehr als einem Jahr mehrheitlich pessimistisch“ bewertet.

„Die Sorgen der deutschen Wirtschaft werden größer, insbesondere in der Industrie“, schätzt Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo Instituts, die Lage ein. Den deutlichsten Rückgang bei den Erwartungen für die kommenden sechs Monate gab es demnach im Verarbeitenden Gewerbe. Das Institut spricht vom „stärkste(n) Rückgang seit November 2008“. Allerdings verbesserten sich die Daten zur aktuellen Geschäftslage. „Das Muster aus Rückgang der Erwartungen und Verbesserung der Lage zeigt sich in vielen Sparten. Die Industrie befürchtet eine Fortsetzung des Abschwungs, nachdem ihre Produktion am Jahresende bereits rückläufig war“, bestätigt Sinn. Die Geschäftserwartungen für das kommende Halbjahr schwächten sich auch in den anderen Wirtschaftsbereichen Bauhauptgewerbe sowie Groß- und Einzelhandel ab.

Der ifo Geschäftsklimaindex gilt als wichtigster Frühindikator der deutschen Wirtschaft, der monatlich aus der Befragung von 7.000 Unternehmen aus Industrie, Einzel- und Großhandel und der Bauwirtschaft ermittelt wird.

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