ifo Beschäftigungsbarometer: Einstellungsbereitschaft der Firmen geht zurück

Obwohl in Deutschland Rekordbeschäftigung herrscht, wollen deutsche Unternehmen trotzdem weiterhin neue Mitarbeiter einstellen. Allerdings hat die Einstellungsbereitschaft einen Dämpfer erhalten und ist nicht mehr so groß wie im Vorjahr. Wie das ifo Institut in seinem Beschäftigungsbarometer für das „Handelsblatt“ ermittelte, sank der Index von 110,5 Zählern im Dezember auf 109,7 Punkte.

„Das Beschäftigungsbarometer ist in allen vier Sektoren gefallen“, heißt es auf der Website des ifo Instituts. Im Bauhauptgewerbe wurde der stärkste Rückgang verzeichnet. Vor allem in diesem Sektor „wird die Beschäftigungsdynamik zum Erliegen kommen“, wird ifo-Forscher Klaus Wohlrabe, der auch für die Berechnung des Barometers verantwortlich ist, vom „Handelsblatt“ zitiert. Auch im Industriebereich fiel das Beschäftigungsbarometer „auf den niedrigsten Wert seit mehr als einem Jahr“. Bei den Dienstleistungen seien die Aussichten jedoch nach wie vor positiv. Insbesondere im Handel werde noch immer nach neuen Mitarbeitern gesucht, wenngleich auch in diesem Sektor die Einstellungsbereitschaft leicht abnahm.

Trotz der hohen Beschäftigtenzahlen und der weiterhin anhaltenden Einstellungsbereitschaft der Unternehmen warnt die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaf (INSM) in einem offenen Brief an die Bundesregierung davor, dass das „Jobwunder“ abgewürgt werden könnte. Dies werde der Fall sein, sollte die Bundesregierung nicht „auf die geplante Regulierung von Zeitarbeit und Werkverträgen“ verzichten, so das „Handelsblatt“ weiter.

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