Ifo-Beschäftigungsbarometer: Deutsche Unternehmen wollen mehr Mitarbeiter einstellen

Dem „Handelsblatt“ zufolge stellen deutsche Firmen derzeit so viele Menschen ein wie seit fünf Jahren nicht mehr. Dies geht aus dem ifo Beschäftigungsbarometer hervor, den das ifo Institut für Wirtschaftsforschung monatlich für die Zeitung berechnet. Mit 110,5 Punkten stieg das Barometer im Vergleich zum Vormonat um 0,6 Punkte an und erreicht damit den höchsten Stand seit vier Jahren.

„Die deutsche Wirtschaft schafft permanent neue Arbeitsplätze; die Beschäftigungsdynamik nimmt weiter zu“, sagte auch ifo-Volkswirt Klaus Wohlrabe gegenüber dem „Handelsblatt“. Wie bereits in den Vormonaten konzentriert sich der Zuwachs vor allem auf die Dienstleistungsbranche, in der sich „die Einstellungsbereitschaft auf einem Allzeithoch“ befinde, so Wohlrabe weiter. Positiv verläuft die Entwicklung außerdem in der Bauwirtschaft sowie im Groß- und Einzelhandel. „Schwach ausgeprägt“ ist hingegen die Entwicklung in der Industrie, heißt es weiter im „Handelsblatt“.

Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen könnte ein gutes Zeichen in Hinblick auf die Arbeitsmarktintegration der hohen Zahl an Flüchtlingen in Deutschland sein. So rechnen die großen deutschen Wirtschaftsinstitute nach Angaben des „Handelsblattes“ für 2017 mit „zwischen 43,6 und 43,9 Millionen Erwerbstätigen und damit bis zu 350 000 mehr“ als die Bundesregierung in ihrer im Oktober veröffentlichten Beschäftigungsprognose. Trotz der hohen Erwerbstätigenzahl schätzt das „Handelsblatt“, dass die Arbeitslosenzahl aufgrund des Flüchtlingszuzugs im kommenden Jahr leicht, 2017 hingegen „sprunghaft steigen“ könnte.

Für das Beschäftigungsbarometer befragt das ifo Institut monatlich etwa 9.500 Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe, im Bauhauptgewerbe, im Groß- und Einzelhandel sowie im Dienstleistungssektor über ihre Beschäftigtenplanungen für die kommenden drei Monate.

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