IAB: Arbeitslosenquote ausländischer Bevölkerung bleibt konstant

Im Januar wuchs die Zahl ausländischer Mitbürger in Deutschland um 1,017 Millionen gegenüber Januar 2015. Gut 300.000 Zuzügler mehr als im Vorjahresmonat nahmen zudem im Dezember 2015 eine Beschäftigung auf. Die Arbeitslosenquote bei der ausländischen Bevölkerung blieb damit konstant. Zu diesen Ergebnissen kommt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) in der neuen Ausgabe seines „Zuwanderungsmonitors“.

Wie das IAB weiter mitteilt, lag die Beschäftigungsquote der Ausländer im Dezember des vergangenen Jahres bei 48,3 Prozent. Allerdings ist diese im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,4 Prozent leicht gesunken. Ein „starkes Beschäftigungswachstum“ liegt dem IAB zufolge insbesondere bei Mitbürgern aus einem der 28 Länder der Europäischen Union (EU) vor. Deren Beschäftigungsquote stieg um 1,2 Prozent. Dem gegenüber stehen Zuzügler aus Kriegs- und Krisenländern, deren Erwerbstätigenzahl sogar um 21 Prozent zulegte. Allerdings ging die Beschäftigungsquote „angesichts des starken Bevölkerungswachstums dieser Ländergruppe“ um 9,7 Prozentpunkte zurück. Das IAB erwartet insbesondere bei dieser Gruppe eine „langsamere Arbeitsmarktintegration im Vergleich zu anderen Migrantengruppen“. Bislang fehle den meisten zudem eine Arbeitserlaubnis.

Die Arbeitslosenquote ausländischer Mitbürger belief sich im Dezember 2015 auf 14,8 Prozent und bleibt damit weiterhin unverändert. „Damit ist trotz der starken Zuwanderung und der Flüchtlingsmigration noch keine Trendwende zu erkennen“, kommentiert das IAB die derzeitige Lage. Jedoch erhöhte sich die „absolute Zahl der Arbeitslosen mit ausländischer Staatsangehörigkeit“ im Februar 2016 gegenüber dem Vorjahresmonat um 56.000 Personen oder 10 Prozent. Hierbei differenziert das IAB zwischen zugezogenen Personen aus dem EU-Ausland und aus Kriegs- und Krisenländern. Demnach sank die Arbeitslosenquote bei Ausländern aus der EU um 0,3 Zähler auf 10,1 Prozent, während diese von Personen aus Krisengebieten um 5,9 Punkte auf 43,8 Prozent anstieg.

Das IAB schlussfolgert daher auch, dass der Flüchtlingszuzug „erst langsam auf dem Arbeitsmarkt sichtbar“ werde und „insgesamt noch günstig“ verlaufe. Jedoch befürchtet das Institut eine langsamer verlaufende Integration der Zuzügler aus Kriegs- und Krisengebieten in den Arbeitsmarkt. Dies sei nicht nur der sprachlichen Barriere geschuldet, sondern auch fehlender Qualifikationen.

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Ulrike Heine
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